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Mehr als 1.200 Menschen im Kongo gegen Ebola geimpft

Dienstag, 21. August 2018

/dpa

Kinshasa – Zur Bekämpfung des aktuellen Ebolaausbruchs im Osten des Kongos sind bereits mehr als 1.200 Menschen gegen die virale Krankheit geimpft worden. Den experimentellen Impfstoff erhalten vor allem Menschen, die mit Erkrankten in Kontakt waren und Mitarbeiter des Gesundheitssystems.

Die Zahl der mutmaßlichen Ebolaerkrankungen hat sich binnen einer Woche auf 96 Fälle fast verdoppelt, wie das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Kinshasa gestern Abend erklärte. Bislang seien mindestens 55 Menschen gestorben. Bei 28 der Opfer wurde das hämorrhagische Fieber demnach im Labor nachgewiesen.

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Der Ebolaausbruch in der Provinz Nord-Kivu ist für Helfer eine besondere Herausforderung: Der Zugang ist für sie erschwert, da die Region rund um die Stadt Beni ein Konfliktgebiet ist. Deswegen sei die Gefahr einer Ausbreitung der lebensgefährlichen Infektionskrankheit groß, warnte die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) vergangene Woche. In der Region kämpfen mehrere Milizen um die Kontrolle von Land und Bodenschätzen.

Erst am 24. Juni hatten die Behörden im Kongo einen Ebolaausbruch 1.500 Kilometer weiter westlich für beendet erklärt. Dort gab es 54 Verdachtsfälle, 33 Menschen starben. Ebola gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Bei einer verheerenden Epidemie in 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone mehr als 11.000 Menschen. Damals wurde der Impfstoff bereits mit ersten Erfolgen getestet.

© dpa/aerzteblatt.de
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