NewsAuslandBritische Krankenhausträger warnen vor Folgen des Brexits
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Britische Krankenhausträger warnen vor Folgen des Brexits

Dienstag, 21. August 2018

/dpa

London – Ein Brexit ohne Abkommen könnte nach Ansicht der Trägergesellschaften britischer Krankenhäuser und Rettungsdienste zu Medikamentenengpässen führen. Das geht aus einem Brief des Verbands der Träger an die Verantwortlichen des nationalen Gesundheitsdiensts NHS in England hervor, wie britische Medien heute berichteten.

Anzeige

Die „gesamte Lieferkette von Pharmazeutika“ könne betroffen sein, warnte Verbandsgeschäftsführer Chris Hopson in dem Schreiben, sollten die Gespräche über den EU-Austritt Großbritanniens scheitern. Negative Folgen seien auch für die Koordination in Bereichen wie der Seuchenkontrolle und der öffentlichen Gesundheit möglich.

Darüber hinaus klagte der Verbandschef auch über mangelnde Koordination auf nationaler Ebene. Die Trägergesellschaften würden bislang mit ihren Planungen für einen Brexit ohne Abkommen alleine gelassen. Das könne dazu führen, dass es im Fall eines No-Deal-Brexits sowohl zu Überschüssen, als auch zu einer Knappheit an Medikamenten und medizinischen Geräten komme.

Großbritannien wird die EU am 29. März 2019 verlassen. Die Verhandlungen über ein Austrittsabkommen gerieten zuletzt heftig ins Stocken. Übermorgen will der neue britische Brexit-Minister Dominic Raab erste Pläne der Regierung für den Fall eines Scheiterns der Gespräche vorlegen. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

11. April 2019
Edinburgh – Die routinemäßige Impfung von Mädchen im Alter von 12 oder 13 Jahren gegen humane Papillomaviren (HPV) in Schottland hat zu einer deutlichen Verringerung von Erkrankungen des
Die HPV-Impfung wirkt
4. April 2019
Brüssel – Patienten müssen sich im Falle eines chaotischen Brexits nächste Woche darauf einstellen, dass einige Medizinprodukte vorübergehend knapp werden. Nach Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn
Medizinprodukte könnten bei No-Deal-Brexit teilweise knapp werden
28. März 2019
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) befürchtet für den Fall eines ungeordneten Brexits Versorgungsprobleme bei wichtigen Medizinprodukten. Darunter seien orthopädische Implantate und
Spahn sorgt sich bei ungeregeltem Brexit um Folgen für medizinische Versorgung
15. März 2019
London/Brüssel – Zwei Wochen vor dem geplanten Brexit hat das britische Parlament für eine Verschiebung des EU-Austritts gestimmt. Die Abgeordneten votierten gestern in London mit 413 zu 202 Stimmen
Britisches Parlament stimmt für Brexitverschiebung
25. Februar 2019
London – Englische Gesundheitswissenschaftler und Ärzte warnen in einem sogenannten Health Policy Review in der Fachzeitschrift Lancet vor den Konsequenzen des Brexit für den britischen National
Britische Wissenschaftler warnen vor Auswirkungen eines No-Deal-Brexits auf das Gesundheitswesen
29. Januar 2019
London – Der Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union könnte im nächsten Jahrzehnt Tausende zusätzlicher Todesfälle an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur Folge haben, rechnen Public
Brexit: Studie sagt Anstieg von Schlaganfällen und Herzinfarkten voraus
17. Januar 2019
Berlin – Zwei Tage nach dem Scheitern des Brexitvertrags im britischen Unterhaus hat der Bundestag ein Gesetz zur Regelung des Übergangszeitraums nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU
LNS
NEWSLETTER