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Politik

Pflichtjahr für Sozialverband keine Lösungsansatz in der Pflege

Donnerstag, 23. August 2018

/dpa

Osnabrück – Der Sozialverband VdK hat sich gegen eine soziale Dienstpflicht nach dem Vorschlag von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ausge­sprochen. VdK-Präsidentin Verena Bentele plädierte in der Neuen Osnabrücker Zeitung stattdessen für eine Stärkung der Freiwilligendienste wie dem Freiwilligen Sozialen Jahr und dem Bundesfreiwilligendienst.

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Bentele warnte, „dass der Fachkräftemangel in der Pflege durch ein verpflichtendes soziales Jahr gelöst wird“, werde nicht funktionieren. Gesellschaftliches Engagement sei eine Zeit der Persönlichkeitsentwicklung und des Lernens. „In dieser Zeit wird man keine ausgebildete Fachkraft.“

Die VdK-Präsidentin verlangte, die Freiwilligendienste attraktiver zu gestalten, indem man sie durch Teilzeitangebote flexibler macht. Zur Anerkennung sozialen Einsatzes sollte es nach den Vorstellungen des VdK etwa Vergünstigungen im Nahverkehr geben. Zudem plädierte Bentele dafür, soziales Engagement bei der Vergabe von Ausbildungs- und Studienplätzen positiv zu berücksichtigen. © kna/aerzteblatt.de

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wgrohmann101555462
am Freitag, 24. August 2018, 10:56

Soziales Jahr

Ich kann dem VdK in keiner Weise zustimmen. Nach dem Abitur wollte ich Lehrer werden. Nach 16 Monaten Zivildienst im Krankenhaus mit Schichtdienst und allem drum und dran habe ich Medizin studiert. Der Umgang mit (kranken) Menschen hat mein Schülerweltbild drastisch verändert. Soziale Verantwortung und menschliche Zuwendung lernt man nicht in der Schule, es muß erfahren werden.
Ich plädiere für ein soziales Jahr für alle (weiblich und männlich sowie drittes Geschlecht).
Dr. Wilhelm Grohmann
LNS

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