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Politik

Bayern sieht positive Entwicklung bei den Impfquoten

Freitag, 24. August 2018

/sonar512, stock.adobe.com

München – In Bayern steigt die Masern-Impfquote im Kleinkindalter und bei Schul­anfängern. Das geht aus dem neuen Gesundheitsreport 2018 des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hervor. „Unsere intensive Aufklärungsarbeit zum Thema Impfen in den vergangenen Jahren war erfolgreich. Das ist sehr erfreulich“, sagte Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU). 

Laut dem Report lag die Masern-Impfquote von Kleinkindern bis 24 Monate in Bayern beim Geburtsjahrgang 2014 bei 96,2 Prozent – und damit höher als im Bundes­durchschnitt (95,6 Prozent). Im Einschulungsalter konnten zum Schuljahr 2016/17 96,6 Prozent der Kinder die erste Masernimpfung nachweisen. Zum Schuljahr 2015/16 waren es 96,1 Prozent.

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Bei den Einschulungskindern liegen die Impfquoten im Bundesvergleich in Bayern laut dem Report bei Kinderlähmung (Polio), Diphtherie und Tetanus leicht über dem deutschen Durchschnitt, bei Hepatitis B, Masern, Mumps und Röteln etwas darunter. Handlungsbedarf gibt es laut Report insbesondere bei den Impfungen gegen Keuchhusten.

„Beim Impfen geht es nicht nur um den eigenen Schutz, sondern auch um das Allgemeinwohl. Vor allem Säuglinge und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die selbst nicht geimpft werden können, müssen geschützt werden. Das sollten auch Impfskeptiker bedenken“, betonte Huml.

Die vollständige Grundimmunisierung soll einen ausreichenden Impfschutz der Kinder sicherstellen. Je nach Impfung können Auffrischimpfungen nötig sein. Dabei gilt laut dem Report seit dem Schuljahr 2013/ 2014 eine leicht abgeänderte Definition für die abgeschlossene Grundimmunisierung bei Kinderlähmung, Tetanus, Diphtherie, Hib, Pertussis, Hepatitis B und Pneumokokken.

Nötig sind mindestens drei Impfungen und ein Mindestabstand von sechs Monaten zwischen vorletzter und letzter Imp-fung, sonst mindestens vier Impfungen. Bei der FSME-Impfung ist die Grundimmunisierung mit drei, bei Masern, Mumps, Röteln und Varizellen mit zwei Impfungen und bei Meningokokken C mit einer Impfung – sofern das Kind älter als ein Jahr ist, sonst sind mehrere Impfungen nötig – abgeschlossen. © hil/aerzteblatt.de

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