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Politik

Privatpatienten bringen Arztpraxen deutlichen Mehrumsatz

Freitag, 24. August 2018

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Köln – Die Bedeutung der Privatversicherten hat für die Leistungsanbieter im Gesundheitswesen in den vergangenen Jahren zugenommen. So berichtet es das Wissenschaftliche Institut der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (WIP) in einer neuen Analyse.

Danach lag der Mehrumsatz der Privatversicherten 2016 bei 12,89 Milliarden Euro und damit 254 Millionen Euro beziehungsweise zwei Prozent höher als im Jahr davor. Seit 2006 ist der Mehrumsatz laut dem Institut um 3,2 Milliarden Euro beziehungsweise 33 Prozent gestiegen.

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„Mehrumsatz der Privatversicherten“, das sind die zusätzlichen Finanzmittel, die deshalb ins Gesundheitssystem fließen, weil die Leistungen für diese Patienten nicht den Vergütungssystemen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) unterliegen.

Der größte Teil des Mehrumsatzes entfiel 2016 – wie bereits in den Vorjahren – auf den ambulanten ärztlichen Sektor, nämlich 6,29 Milliarden Euro. „Das sind umgerechnet pro Arztpraxis in Deutschland 53.000 Euro im Jahr, die ohne den Mehrumsatz der PKV fehlen würden“, rechnet das WIP vor. Im ambulanten Bereich bedeute dies gegenüber dem Jahr 2015 eine Zunahme um insgesamt 230 Millionen Euro beziehungsweise 3,8 Prozent.

Die Studie vergleicht auch die Leistungsausgaben von PKV-Versicherten gegenüber gesetzlich Versicherten. Danach sind die Ausgaben für PKV-Versicherte in den vergangenen zehn Jahren geringer gestiegen als von GKV-Versicherten: Im Beo­bachtungszeitraum 2006 bis 2016 stiegen die Ausgaben je PKV-Versicherten laut der Analyse um 43,1 Prozent, wohingegen die GKV einen Anstieg von 48,3 Prozent aufwies.

© hil/aerzteblatt.de

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