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Ärzteschaft

App unterstützt Ärzte bei der oralen Antikoagulation

Donnerstag, 30. August 2018

/doucefleur, stockadobecom

Kiel – Eine neue Smartphone-Applikation namens „NOAC-Advisor“ hilft Ärzten bei der oralen Antikoagulation von Patienten mit Vorhofflimmern, Lungenembolie oder Venenthrombose. „Sie ist eine schnelle und sichere Hilfe für den klinischen Alltag und die Praxis und damit für Kardiologen, Internisten, Neurologen und Allgemeinmediziner gleichermaßen interessant“, sagte Hans-Jörg Hippe, geschäftsführender Oberarzt am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, der die App entwickelt hat.

Er wies daraufhin, dass die Therapie mit Antikoagulantien nach wie vor komplex sei. Die Herausforderung bestehe zunächst darin, das passende Präparat für den einzelnen Patienten in der richtigen Dosierung zu finden. Zudem müssten besondere Ereignisse wie anstehende Operationen oder Blutungen berücksichtigt werden.

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Die App „NOAC-Advisor“ macht konkrete Vorschläge zu den Fragen: Welches Präparat? Für welchen Patienten? Welche Dosis? Wie lange? Die Anwendung berücksichtigt dabei Alter, Nierenfunktion, Blutungsrisiko und spezifische Begleiterkrankungen der Patienten. Zusätzlich bietet die App Hinweise zur Anwendung der Gerinnungshemmer im Alltag, zum Beispiel zum Management von Blutungen, der Interaktionen mit anderen Arzneimitteln, dem Vorgehen bei Operationen und anderem. 

Nutzer der App erhalten eine patientenindividuelle und produktneutrale Therapieempfehlung, die sich an den Leitlinien der Fachgesellschaften sowie den Fachinformationen orientiert. Die App ist als Medizinprodukt CE-zertifiziert und auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin ausgezeichnet worden.

Die Anwendung richtet sich ausschließlich an Ärzte und Apotheker, für Patienten ist sie ausdrücklich nicht zugelassen. „Probleme mit dem Datenschutz sind nicht zu erwarten, da keine personenbezogenen Daten wie Name oder Geburtsdatum eingegeben werden müssen“, hieß es aus Kiel.

Das Unternehmen Boehringer Ingelheim hat die Entwicklung der App gefördert. Sie steht für Ärzte und Apotheker kostenlos für iPhones und Android-Smartphones zur Verfügung. © hil/aerzteblatt.de

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