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Ausland

Ärzte ohne Grenzen: Libyen kein sicherer Ort für Flüchtlinge

Freitag, 31. August 2018

Flüchtlinge gehen in Tripolis (Libyen) an Land. /dpa

Berlin – Nach neuen Kämpfen mit Dutzenden Toten in Libyen sieht die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) in dem nordafrikanischen Land keinen sicheren Ort für Flüchtlinge. Die Kämpfe zwischen verfeindeten Gruppen hätten sich auch in Wohnvierteln der Hauptstadt Tripolis abgespielt, in denen sich Internierungslager für 8.000 Flüchtlinge befänden, teilte MSF heute mit.

Einige Migranten seien mehr als zwei Tage lang ohne Nahrung in einem Lager eingesperrt gewesen. Deutschland und die europäischen Länder müssten mehr dafür tun, dass Flüchtlinge Libyen verlassen können. „Diese Menschen sind extrem schutzbedürftig und finden sich nun in einem neuen Konflikt wieder, dem sie nicht entkommen können“, erklärte MSF.

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Bei den Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen sind in dieser Woche nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums in Libyen 30 Menschen getötet und fast 100 verletzt worden. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Zivilisten, die zwischen die Fronten geraten waren.

Mehr als 300 in Libyen inhaftierte Migranten wurden mit UN-Unterstützung aus einer Kampfzone gerettet und in ein anderes Gefangenenlager gebracht, wie ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Genf berichtete. Die Wächter hätten die Insassen ohne Nahrungsmittel und Wasser eingesperrt zurückgelassen.

In Libyen kämpfen seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 rivalisierende Gruppen um die Vorherrschaft. Der Einfluss der international anerkannten Regierung reicht kaum über Tripolis hinaus. Libyen hat sich zum wichtigsten Transitland für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa entwickelt. Menschenrechtler beklagen schon seit Längerem unmenschliche Zustände in libyschen Internierungslagern. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #110369
jpink
am Sonntag, 2. September 2018, 10:01

Einspruch JohnR

Wieso in Europa verteilt? Deutschland ist wider jede Naturverträglichkeit komplett überbesiedelt und hat selbst mit der Armut seiner Indigenen zu kämpfen. Und haben Sie die anderen Länder in Europa gefragt, ob die Ihren WIllen teilen, JohnR? Polen und Ungarn wollen das nicht. Das ist anzuerkennen. Afrika ist dazu seeeehr groooß! Da könnten die etwas finden und aufbauen, so sie denn wirklich flüchten müssen.


Bevor irgendwelche historisch einmaligen Experimente mit uns gewagt werden (vgl. Yasha Mounk in den Tagesthemen) muß eine Klärung und ehrliche Aufarbeitung gewagt werden über folgendes:

- Warum waren diese "Migranten" (nicht Flüchtlinge? Schutzsuchende?) inhaftiert? Es gibt viele Hinweise, daß die in den armen Ländern aktuell ihre Gefängnisse leeren und sich so einer gesellschaftlichen Sorge entledigen wollen. Sie wissen, daß es eifrige Stiftungsgruppen gibt, die diese Kriminellen als Flüchtlinge (richtig wäre wohl Entkommene) etikettiert in Schiffen von der nordafrikanischen Küste abholen und an Europas Küsten schleppen.

- Es gibt freilich momentan auch echte Flüchtlinge. Wie die aussehen, sollte jeder erst einmal studieren, bevor er sich in die Debatte einschaltet: Vgl. die Flüchtlingstrecks (Frauen und Kinder) aus Ostdeutschland, die einerseits vor den brandschatzenden Sowjets flüchteten und andererseits von den Polen bis heute ungesühnt und juristisch aufgearbeitet vertrieben wurden - samt Raubs ihrer gesamten Habe. Und warum also gibt es Fluchtgründe in Nahost / Nordafrika / Gesamtafrika (vgl. Südafrika! --> google)? Es liegt doch maßgeblich an den schon traditionellen militärischen Überfällen der US-Militärs, mit denen die Region (absichtsvoll?) destabilisiert wird. Warum läßt man den Nahen Osten nicht in Ruhe? Was maßt sich diese angebliche "westliche Welt" permanent an? Das ist doch fortgesetzter Kolonialstil. Und wird aus dem dann am Ende nicht eine Verpflichtung zur "Flüchtlings"-Aufnahme gedreht? Das ist widersinnig.

- Und was können wir Deutschen nachhaltig dafür tun, damit die im Nahen Osten oder sonstwo zur Ruhe kommen? Lafontaine sprach 2003 davon, daß Germany (vgl. Anmeldung einer solchen NGO 1990 unter diesem Namen bei der UNO) der Flugzeugträger der USA sei. Vgl. nur Ramstein (--> google!). Und auch endlich einmal das Grundgesetz für die BRD (bzw. seit 1990 Germany) schauen und die Nichtbeabsichtigung von Friedensverträgen durch Genscher 1990 in Paris bewerten (lernen). Man stelle sich mal vor, wir hätten wieder unsere eigene, vom Dollar und der City of London abgekoppelte Währung (wie bis 1918). ... Ob das von der "westlichen Preisgemeinschaft" gewünscht sein könnte?

- War Libyen ein Schurkenstaat oder gar ein vorbildlicher Sozialstaat und damit Stabiitätsfaktor in Nordafrika? Recherchiere jeder selbst, daß Gaddafi doch wohl ein "wohlwollender Herrscher" war, soweit das überhaupt geht. Wohlwollende Herrschaft wird zumindest den sogenannten "westlichen Demokratien" untergeschoben. Wer nimmt sich das Recht, ständig irgendwelche anderen Länder gesellschaftlich zu transformieren bzw. zu "demokratisieren"? Es existiert dahingehend immer nur das Recht des Stärkeren, von oben (beliebt sind hier Massenbombardements) nach unten (beliebt ist hier die das Plattmachen von Zivilisten). Wer sind die Kriegstreiber? Und wer hilft über seinen nicht in Ordnung gebrachten Rechts- und Verwaltungsstatus im eigenen Land kräftig mit und wird auch durch noch so penetrant vorgetragene Flüchtlingbesoffenheit keine Absolution erhalten?


Der Flüchtlingsmythos ist nicht nur nach Beantwortung der obigen Fragen hinfällig. Denn es ist ganz klar ausgesprochen, worum es geht:
https://www.youtube.com/watch?v=4GXXHIdLyuQ
https://www.youtube.com/watch?v=fI5Qhd3R8ik
https://www.youtube.com/watch?v=z2ZGGn6M8VM
https://www.youtube.com/watch?v=jF5ESF8SuUU

O-Töne! Wer also noch von "Flüchtlingskrise" redet, der ist nicht ernst zu nehmen oder meint es böse. Denn es ist offenkundig eine Agenda, die hier mit vielerlei Kollateralschäden vorangetrieben wird.

Worunter diese irrwitzigen Pläne fallen, ist hier nachzulesen:
https://www.voelkermordkonvention.de/voelkermord-eine-definition-9158/


Die Destabilisieurng Europas findet reziprok statt, auch wenn die Medien hierzu faktisch schweigen, keine Sondersendungen schalten und stattdessen lieber "rechte" Schreckgespenster durchs Land jagen. Wem aber nützt die "große Krise"? Ein O-Ton hierzu: https://youtu.be/oa0834JymZ8?t=2m22s

Solche O-Töne sind heute verfügbar. Mehr Luxus und Bequemlichkeit hatte man wohl nie, um ein realitätsgetreues Weltbild für sich zu generieren. Und dennoch scheitern die meisten daran.

Diese Massenignoranz ist in "Biedermann und die Brandstifter" skizziert. Totschweigen und Aussitzen bei solchen putschartigen Umwälzungen mit vorsätzlich hingenommenen Gewaltopfern ist falsch und wird nicht gut ausgehen.

Hetzjagden finden tatsächlich statt. Aber nicht in Sachsen gegen Ausländer, siehe u.a. Berichte von Ferroz Kahn vom Samstag (google!)! Heute kann jeder alles wissen und zu den besten Schlüssen kommen, worum es wirklich geht. Die Hetzjagden finden auf uns Einheimische statt, einerseits seit jeher wegen mißlieber Meinungen und als Zahldeppen. Und andererseits nun vermehrt aufgrund unserer Herkunft, wer es genau wissen will, recherchiere "Frosch Club Frankfurt Hetzjagd" ...

Die Schweiz hat bereits eine Reisewarnung bezüglich Germany ausgegeben...
https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/vertretungen-und-reisehinweise/deutschland/reisehinweise-fuerdeutschland.html

Realität zur Kenntnis nehmen. Das kann man auch üben.
Avatar #747495
JohnR
am Freitag, 31. August 2018, 19:19

UNHCR heult mit den Wölfen ?!

UNHCR hat geholfen, Flüchtlinge von einem Gefangenenlager in ein anderes zu bringen. Damit ist UNHCR Teil des Problems und nicht der Lösung. Libyen ist kein Ort für Flüchtlinge, deshalb sollten in von EU-Truppen kontrollierten Lagern die Fluchtgründe gecheckt werden. Die Westafrikaner kommen meist aus wirtschaftlichen Gründen und sollten in ihre Heimatländer zurückgeflogen werden. Die
Ostafrikaner kommen meist aus Konfliktgebieten und sollten nach Europa kommen und verteilt werden.
LNS

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