NewsPolitikRheinland-Pfalz plant Koordinierungsstelle zum Schutz von Frauen vor Gewalt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Rheinland-Pfalz plant Koordinierungsstelle zum Schutz von Frauen vor Gewalt

Montag, 3. September 2018

/thodonal, stock.adobe.com

Mainz – Eine neue Koordinierungsstelle soll in Rheinland-Pfalz künftig Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt steuern. Entstehen solle sie im Frauenministerium, teilte ein Ministeriumssprecher in Mainz mit. Noch stehe das Ganze aber unter dem Haushaltsvorbehalt, das Parlament müsse das Geld noch freigeben. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Anzeige

Dem Ministerium zufolge ist die geplante Stelle eine Reaktion auf die Istanbul-Konvention. Das ist ein internationales Abkommen zum Schutz von Frauen vor Gewalt, mit dem Gewalt gegen Frauen als spezifische Menschenrechtsverletzung eingestuft wird. Zudem geht es darin um Maßnahmen für Prävention, Opferschutz und Strafverfolgung.

Die Stelle in Mainz soll künftig auch Daten zu Schutzmaßnahmen sammeln, damit die von einem unabhängigen Institut bewertet werden können. Dem SWR zufolge hatten Frauenhäuser, der Fachkreis der rheinland-pfälzischen Interventionsstellen, die Organisation „Contra Häusliche Gewalt“ und die Landesarbeitsgemeinschaft der autonomen Frauennotrufe eine solche Stelle gefordert.

Das Ministerium teilte mit, dass ungeachtet der Stelle die Personalkostenzuschüsse für die Frauenhäuser im Land in den Haushaltsjahren 2016 sowie 2017/18 um knapp 300.000 Euro erhöht worden seien. Insofern stünden jedem Frauenhaus seit 2017 pro Jahr rund 20.000 Euro mehr zur Verfügung als noch 2015, etwa für die Arbeit mit Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen seien. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

24. November 2020
München – Die Coronakrise hat nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) bislang nicht zu mehr bekannten Fällen häuslicher Gewalt geführt – entgegen anders lautenden Befürchtungen.
Kein messbarer Anstieg von häuslicher Gewalt in Bayern
19. November 2020
Berlin – Die „Tracht Prügel“ in der Erziehung von Kindern lehnt der größte Teil der Bevölkerung in Deutschland ab. Vermeintlich leichtere körperliche Strafen aber, wie den „Klapps auf den Po“ oder die
Hälfte der Deutschen akzeptiert Ohrfeigen und Klapse in der Erziehung
11. November 2020
Berlin – Die Zahl der erfassten Fälle von Gewalt in Partnerschaften hat in Deutschland weiter zugenommen. Im vergangenen Jahr wurden laut einer gestern in Berlin veröffentlichten Statistik des
Mehr Fälle von Gewalt in Partnerschaften erfasst
11. November 2020
Berlin – Die Mehrzahl der Betroffenen von sexueller Gewalt erlebt seit der Coronapandemie Ohnmacht, Hilflosigkeit und eingeschränkte Selbstbestimmung, die sie an die Zeit erinnert, in der sie als Kind
Sexuelle Gewalt in der Kindheit: Betroffene leiden unter Coronamaßnahmen
10. November 2020
Berlin – Angesichts der Coronapandemie dringt Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) auf einen besseren Schutz vor häuslicher Gewalt. „Ein bundesgesetzlicher Rechtsanspruch auf Schutz und
Giffey will besseren Schutz vor häuslicher Gewalt
30. Oktober 2020
Berlin – Der Entwurf für eine Reform des Kinder- und Jugendstärkungsgesetz sieht eine engere Zusammenarbeit zwischen Vertragsärzten und Jugendämtern vor. Vertragsärzte sollen demnach befugt werden,
KBV warnt vor Aufweichung der Schweigepflicht bei Kindeswohlgefährdung
26. Oktober 2020
Ulm – Eine Arbeitsgruppe um den Juniorprofessor Andreas Jud von der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie will Maßnahmen des Kinder- und Jugendschutzes
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER