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Medizin

Demenz zeigt sich vor allem im Winter und Frühling

Mittwoch, 5. September 2018

Kognitive Fähigkeiten könnten von der Jahreszeit abhängig sein. /freshidea, stock.adobe.com

Toronto/Chicago – Erwachsene mit und ohne Alzheimerkrankheit haben im Spätsommer und frühen Herbst bessere Kognitionsfähigkeiten als im Winter und Frühling. In diesen Jahreszeiten steigt zudem die Chance, bei einem Test eine positive Diagnose für eine leichte kognitive Beeinträchtigung oder Demenz zu erhalten. Das berichten Forscher der University of Toronto und vom Rush University Medical Center in Chicago in Plos Medicine (2018; doi: 10.1371/journal.pmed.1002647).

Der kognitive Vorsprung im Sommer und Herbst entspreche einem Altersunterschied von 4,8 Jahren, heißt es in der Studie. Darüber hinaus waren die Chancen, die diagnostischen Kriterien für leichte kognitive Beeinträchtigungen oder Demenz zu erfüllen, im Winter und Frühjahr 1,31-mal höher als im Sommer oder Herbst.

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Die Forscher hatten Daten von 3.353 Personen aus 3 Kohortenstudien (USA, Kanada und Frankreich) ausgewertet. Die Teilnehmer hatten neuropsychologische Tests durchlaufen. Bei einigen lagen zudem Informationen zu Proteinen ​​und Genen vor, die mit der Alzheimerkrankheit in Zusammenhang stehen.

Die Assoziation zwischen der Saison und der kognitiven Funktion blieb signifikant, selbst wenn die Daten auf mögliche Confounder wie Depression, Schlaf, körperliche Aktivität und Schilddrüsenstatus kontrolliert wurden. Schließlich wurde ein Zusammenhang mit der Saisonalität auch bei den mit Alzheimer verwandten Proteinen und Genen beobachtet. Diese Teilnehmer wurden jedoch nur einmal pro Jahreszyklus bewertet und sie kamen aus gemäßigten Regionen der nördlichen Hemisphäre, nicht aus der südlichen Hemisphäre oder äquatorialen Regionen. © gie/aerzteblatt.de

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