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Deutsches Rote Kreuz sieht Defizite bei Erster Hilfe

Mittwoch, 5. September 2018

/dpa

Schwerin – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Mecklenburg-Vorpommern beklagt eine mangelnde Bereitschaft in der Bevölkerung, die Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. „Das Angebot an Kursen ist da, wird aber häufig nur unzureichend angenommen“, sagte Bianca Meyer vom DRK-Landeverband in Schwerin.

Sie verwies auf Studien, nach denen jeder zehnte Todesfall nach Verkehrsunfällen durch rechtzeitige und fachgerechte Soforthilfe am Unfallort hätte verhindert werden können. 2017 waren auf den Straßen im Nordosten 79 Menschen tödlich verunglückt.

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„Die Erste Hilfe kann das entscheidende Bindeglied zur Lebensrettung durch den Arzt sein. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern mit langen Anfahrtswegen ist entschlossenes und sicheres Zupacken wichtig“, betonte Meyer. Sie nahm den Welttag der Ersten Hilfe am 8. September zum Anlass für einen neuerlichen Appell, die Auffrischungskurse zu nutzen, am besten im Abstand von zwei Jahren.

Im Vorjahr hätten 41.000 Menschen einen der 3.200 Lehrgänge des DRK besucht, das damit gut die Hälfte aller Erste-Hilfe-Kurse im Land veranstaltet habe. Die Kosten seien mit 30 bis 35 Euro vergleichsweise erschwinglich. Meyer erneuerte zudem die Forderung der Hilfsorganisationen, Unterweisungen in Erster Hilfe verbindlich in den Stundenplan der Schüler aufzunehmen, etwa nach dem Beispiel Baden-Württembergs. Das Rote Kreuz sei in Mecklenburg-Vorpommern bereits mit vielen freiwilligen Angeboten in den Schulen sehr aktiv.

Der Präsident Landesverkehrswacht, Hans-Joachim Hacker, unterstützte die DRK-Forderung nach regelmäßigen Auffrischungskursen. „Die ersten Minuten nach einem Unfall sind meist entscheidend für den Erfolg der Rettung. Da ist es wichtig, dass jeder Handgriff sitzt“, betonte Hacker. Die Verkehrswacht plädiere für einen Maximalabstand zwischen den Kursen von fünf Jahren, sehe aber auch den Gesetzgeber in der Pflicht, klare Regelungen zu treffen. © dpa/aerzteblatt.de

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