NewsPolitikBarmer bewilligt zwei Drittel der Cannabisanträge
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Barmer bewilligt zwei Drittel der Cannabisanträge

Mittwoch, 5. September 2018

/dpa

Berlin – Die Barmer hat seit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes im März 2017 bundesweit etwa zwei Drittel der Anträge auf medizinisches Cannabis genehmigt und rund ein Drittel abgelehnt. Das geht aus einer Mitteilung der Barmer in Thüringen hervor. Demnach wurden bundesweit exakt 6.583 Anträge bei der Kasse gestellt, von denen 4.436 positiv beschieden wurden. Das sind rund 67 Prozent.

Anzeige

Wie die Barmer mitteilt, schwankt die Bewilligungsquote je nach Bundesland zwischen 53 Prozent und 76 Prozent. Die mit Abstand meisten Anträge wurden in Bayern gestellt (1.413). Davon wurden 1.058 bewilligt und 355 abgelehnt. Auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) gab es mit 1.270 Anträgen (744 bewilligt, 526 abgelehnt) viele Anträge.

Die Analyse der Barmer-Abrechnungsdaten zeigt der Krankenkasse zufolge, dass Cannabis hauptsächlich als Schmerzmedikament eingesetzt wird. Im Vorjahr war das bundesweit bei mehr als der Hälfte der Cannabisverordnungen der Fall.

Die Kosten der Barmer betrugen für Cannabispräparate bisher rund acht Millionen Euro, wie die Kasse schreibt. Dabei gab es große Kostendifferenzen. Während etwa im Mai 2018 die Ausgaben für Fertigarzneimittel und Rezepturen im Schnitt zwischen 350 und 721 Euro je Cannabispatienten betrugen, beliefen sie sich bei Cannabisblüten auf 1.708 Euro.

„Cannabisblüten sind nicht nur unverhältnismäßig teuer, sondern in der Praxis auch kaum dosierbar, da es verschiedene Sorten, Stärken und Verabreichungsformen gibt. Blüten sollten nicht zum Einsatz kommen, zumal es alternative Cannabispräparate gibt“, sagte Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen. Die Cannabisblüten und Extrakte durchliefen zudem nicht den Prozess der frühen Nutzenbewertung, weil sie als Naturprodukte keine Neuentwicklung eines Pharmaherstellers seien. © may/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #756476
FriarLofen
am Freitag, 7. Dezember 2018, 11:09

Birgit Dziuk

Wie wäre es, wenn die Dame die Menschen selber entscheiden lässt ob etwas dosierbar ist oder nicht.
Als ob Menschen nicht in der Lage wäre entsprechend der Sorte (THC/CBD Gehalt wird immer angegeben) und Verabreichungsform ihre persönliche Dosierung zu finden. Frau Dziuk schafft es doch bestimmt auch zwischen einer Flasche Schnaps und einer Dose Bier den Unterschied zu finden oder?
Avatar #752335
413c32jz8p6r
am Dienstag, 11. September 2018, 16:58

unverhältnismäßig teuer

bei den Preisen sollten die KK die Apotheker kontrollieren. Auf den freien Markt sind die Blüten deutlich günstiger. Warum also nicht in der Apotheke??? weil die Apotheken Geld mit der Krankheit der Menschen verdienen wollen. Aber Menschen die Cannabis ehmen, haben schon alle Gifte der Pharmaindustrie durch. Und jetzt wrden sie wieder bestraft weil sich das niemand auf dauer leisten kann, ein Cannabisblütentherapie zu machen. Dabei muss man erstmal austesten welche Sorten einem helfen und welche Dosierung man benötig. Ausserdem ist es besser Mit einem Vaporisator zu Inhalieren, dieser Vaporisater, egal ob ein Mobiles Gerät oder ein festes Heimgerät wqerden in en allermeisten Fällen werden die Kosten auch nicht von den KK übernommen. Und dide Pharmaindustrie tut ein zusätzliches,indem sie sagen dass es keine Neuhestelllungen eines Pharmaproduzenten ist. Die haben ja Inetresse daran dass Cannabis nicht legal wird!! Also ich bin für Naturmedizin, und es sollte alles dafür getan werden, dass Cannbis in allen Bereichen von Krankheiten eingesetzt wird. Da es ein sehr hohes Heilungspotenzzial besizt. Was man von Pharmazeutischen MItteln nicht sagen kann. Weil!!!!! Es wäre ja schlecht wenn die MEnschen gesund würden! Denn Dann würden die Pharmaindustrie ihre Gifte nicht mehr an den MAnn / Frau bringen.!!!
Avatar #725920
Syntaxie
am Donnerstag, 6. September 2018, 18:14

"unverhältnismäßig teuer" ist eine Falschbehauptung

die z.B. dort https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/08/31/teure-cannabisblueten-mythen-und-fakten/chapter:2 widerlegt ist
Avatar #752099
Patrick 123
am Donnerstag, 6. September 2018, 00:16

Schlechter Vergleich

Hier werden Extrakte mit Blüten verglichen, dabei haben die Extrakte nicht das gleiche Wirkspecktrum wie die Blüten. Somit kann man ein Extrakt nicht mit den Blüten vergleichen und die obere Agumentation ist hinfällig.
LNS

Nachrichten zum Thema

15. Februar 2019
Kiel – Für eine Entkriminalisierung des Konsums von Cannabis gibt es im Kieler Landtag eine bunte Mehrheit. Sprecher von SPD, Grünen, FDP und SSW machten sich heute dafür stark. Die CDU bekundete
Kieler Landtag lehnt Modellversuch zur Cannabisfreigabe ab
14. Februar 2019
Montreal – Während immer mehr Länder den Cannabiskonsum legalisieren und die THC-Droge zunehmend zu medizinischen Zwecken eingesetzt wird, warnen Epidemiologen vor den Folgen für die Gehirne
Metaanalyse: Früher Cannabiskonsum erhöht Depressions- und Suizidrisiko im Erwachsenenalter
14. Februar 2019
Straßburg – Das EU-Parlament will den Einsatz von Cannabis in der Medizin vorantreiben. Eine entsprechende Entschließung nahmen die Europaabgeordneten am Mittwoch in Straßburg an. Darin fordern sie
EU-Parlament will Cannabiseinsatz in der Medizin vorantreiben
12. Februar 2019
Berlin – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) empfiehlt den Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen eine Neuklassifizierung von Cannabis, die insbesondere die medizinische Nutzung von Cannabis
Welt­gesund­heits­organi­sation empfiehlt Neuklassifizierung von Cannabis
7. Februar 2019
Kiel – Schleswig-Holstein soll nach Ansicht des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW) einen Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Cannabis starten. „Die bisherige Drogenpolitik, die auf
Südschleswigscher Wählerverband fordert Modellversuch mit Cannabis
7. Februar 2019
Boston – Ein geringer Cannabiskonsum könnte sowohl eine höhere Spermienzahl zufolge haben als auch höhere Testosteronwerte. Das ergab eine Beobachtungsstudie mit fast 700 Männern, die in Human
Cannabisrauchen in Maßen könnte sich auf Spermien auswirken
6. Februar 2019
Düsseldorf – Immer mehr schwer kranke Menschen in Deutschland bekommen Cannabis verordnet. Nach einer heute veröffentlichten Umfrage des Handelsblattes unter den drei großen Krankenkassen AOK,
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER