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Politik

Thüringen weist Kritik an Umsetzung der Facharztquote zurück

Freitag, 7. September 2018

/Jacob Lund, stockadobecom

Erfurt – Das Thüringer Ge­sund­heits­mi­nis­terium hält die teils lange Wartezeit für Kliniken mit Ärzte-Engpässen auf Entscheidungen zum Weiterbetrieb von Fachabteilungen für angemessen. „Die vergleichsweise geringe Zahl an Anträgen auf Ausnahmegenehmigungen muss sorgfältig geprüft werden“, erklärte das Ministerium heute. Es reagierte damit auf Kritik unter anderem der Lan­des­ärz­te­kam­mer an der Umsetzung der für Thüringer Kliniken verbindlichen Facharztquote.

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Deren Präsidentin Ellen Lundershausen hatte gestern moniert, dass die Häuser viele Monate im Unklaren gelassen würden, ob sie Fachabteilungen trotz zu weniger Ärzte weiterbetreiben können. Dies sorge für Verunsicherung. „Die noch nicht beschiedenen Anträge werden zügig bearbeitet“, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums, das weder Zahlen noch einen konkreten Zeitrahmen dazu nannte.

In Thüringen müssen Krankenhäuser seit 2017 ihre Fachabteilungen mit mindestens 5,5 Arztstellen, davon mindestens 3 aus dem entsprechenden Fachgebiet, ausstatten. Nachdem eine Übergangsfrist Anfang 2018 auslief, haben mehrere Häuser damit Probleme. Sie können Ausnahmeanträge stellen.

Die Lan­des­ärz­te­kam­mer gibt dazu eine fachliche Stellungnahme ab – bislang nach deren Angaben in neun Fällen. Entscheiden muss dies das Sozialministerium. In Thüringen gibt es rund 40 Standorte von Akutkliniken, die jährlich um die 590.000 Patienten stationär behandeln. © dpa/aerzteblatt.de

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