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EU fördert Freiburger Forschung zur Umwandlung von Haut- in Nierenzellen

Mittwoch, 12. September 2018

/dpa

Freiburg – Der Arbeitsgruppe um Soeren Lienkamp, Arzt und Forschungsgruppenleiter an der Klinik für Innere Medizin IV des Universitätsklinikums Freiburg, ist es bei Mäusen gelungen, Haut- in Nierenzellen umzuwandeln. Der Europäischen Forschungs­rats (ERC) fördert die Arbeitsgruppe jetzt mit 1,5 Millionen Euro.

„Die Fördermittel der Europäischen Union erlauben es uns jetzt, das Verfahren für menschliche Zellen zu optimieren“, sagte Lienkamp. Damit könne man in Zukunft neue Medikamente gegen Nierenerkrankungen schneller auf ihre Wirksamkeit untersuchen. Aber auch mögliche nierenschädigende Nebenwirkungen von Medikamenten wären besser abzuschätzen.

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Das Verfahren soll es künftig ermöglichen, Hautzellen einzelner Patienten im Labor zu Nierenzellen umzuwandeln und dann ihre Funktion zu prüfen. Ein Vorteil der Methode ist laut der Arbeitsgruppe, dass es einfacher und sicherer ist, die Zellen umzuwandeln als Nierengewebe von Patienten zu entnehmen. 

Das vor kurzem am Universitätsklinikum Freiburg entwickelte Verfahren zur künst­lichen Herstellung von Nierenzellen beruht auf der Aktivierung von vier Genen und wird als „direkte Reprogrammierung“ bezeichnet. Hiermit lassen sich Binde­gewebszellen der Haut in Nierentubuluszellen umwandeln.

„Wir hoffen, durch den neuen Ansatz Erkrankungsmechanismen von Zystennieren, Nierenfehlbildungen oder anderen Störungen der Nieren besser zu verstehen und so neue Therapieansätze zu finden“, erläutert Gerd Walz, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin IV, in der die Arbeiten durchgeführt werden. © hil/aerzteblatt.de

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