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Politik

Berlin will Rauchverbot auf Spielplätzen und vor Kliniken

Mittwoch, 12. September 2018

/dpa

Berlin - Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) will das Rauchverbot verschärfen. Künftig soll das Rauchen zum Beispiel auch auf öffentlichen Spielplätzen oder vor Krankenhäusern verboten werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf will die rot-rot-grüne Landesregierung im Herbst dem Parlament vorlegen.

„Es ist längst wissenschaftlich erwiesen, dass Tabakrauch nicht nur denen schadet, die selbst rauchen, sondern auch den Passivrauchern“, teilte Kolat gestern mit. Nach zehn Jahren sei es an der Zeit, das Berliner Nichtraucherschutzgesetz zu überarbeiten.

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Künftig sollen auch E-Zigaretten, Tabakerhitzer und E-Wasserpfeifen überall dort verboten sein, wo das für normale Zigaretten gilt. Zudem sollen „überholte Ausnahmebestimmungen wie für Shisha-Bars“ aufgehoben werden. Shisha-Bars müssten dann wie andere Gaststätten zum Beispiel einen Nichtraucherraum einrichten.

Alternativ könnten sich kleinere Shisha-Bars auch zur Raucherkneipe erklären und dafür auf Essen verzichten, sagte ein Sprecher des Senatsgesundheitsverwaltung. Er rechnet damit, dass das Parlament Anfang 2019 über den Entwurf abstimmt. Die neuen Regeln für Shisha-Bars könnten dann nach einer Übergangsfrist ab 2020 gelten.

© dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #751088
Markus Gruber
am Freitag, 14. September 2018, 22:16

E Zigaretten fallen neuerdings auch unter "Rauchen"?

"Es ist längst wissenschaftlich erwiesen, dass Tabakrauch nicht nur denen schadet, die selbst rauchen, sondern auch den Passivrauchern"
Na das ist ja ganz was Neues.
Also das ist denke ich ein guter Schritt. Neu ist jedoch, dass auch E Zigaretten in das Verbot fallen, das war vorher noch nicht berücksichtigt.
Avatar #683778
Freudi
am Donnerstag, 13. September 2018, 00:22

Co-Abhängigkeit

Frau Kolat hat ja so recht! Solange es noch am Rand des Krankenhausgeländes teure Raucherpavillions gibt, und zwar für Patienten(gn) und Mitarbeiter(gn), so lange wird sich nichts ändern. Komischerweise gibt es neben den Raucherpavillions noch keinen Alkoholausschank, obwohl doch ein Großteil der Patienten(gn) (und der Mitarbeiter(gn)) alkoholkrank ist. Solange das Rauchen (nicht der Raucher(gn)!) nicht genauso "geächtet" wird wie in den USA, bleibt alles, wie es ist. Das Rauchen bleibt eben doch "chic", "cool" und "sozial". Interessant: Nirgendwo wird so viel geraucht, wie vor den Lungenkliniken! Wie armselig ist es, wenn wir gerade hier keine anderen "Hilfen" finden als Raucherpavillions?! Es bleibt viel zu tun, Frau Kolat packt es an....
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