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Diabetesforschung erwartet Wissensschub von Digitalisierung

Mittwoch, 12. September 2018

/dpa

Düsseldorf – Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) erwartet von der Digitalisierung künftig einen erheblichen Wissensschub. „Die Menge der Daten ist in den vergangenen Jahren explodiert“, erklärte Alexander Jarasch, der für den Bereich Bioinformatik und Datenmanagement im DZD zuständig ist, im neuen Jahresbericht des Zentrums für das Jahr 2017.

Allerdings könnten die Datenberge mit herkömmlichen Methoden nicht mehr ausgewertet werden. Es bedürfe daher Methoden aus dem Bereich Artificial Intelligence und Machine Learning, um die Daten zu analysieren und die berühmte Nadel im Heuhaufen zu finden.

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Ziel sei es, die DZD-Forschungsdaten aus heterogenen Quellen zusammenzuführen, zu strukturieren und mithilfe von innovativen IT-Technologien zu analysieren, um Muster zu erkennen – zum Beispiel für Prädiabetes oder andere Subtypen des Diabetes. „Basierend darauf wollen wir neue Erkenntnisse und Hypothesen generieren, die dann im Labor und der Klinik validiert werden“, so Jarasch.

Dafür habe das DZD eine Datenbank aufgebaut, durch die es möglich sei, Informa­tionen aus verschiedenen Disziplinen, Spezies und Strukturen miteinander zu verbinden. Das DZD will die Datenbank nun weiterentwickeln und weitere Daten­quellen integrieren. Wichtig sei, dass die Datenbank nutzerfreundlich bleibe und Wissenschaftlern einen Mehrwert biete. „So kann die Digitalisierung helfen, die Volkskrankheit Diabetes in einer neuen Dimension zu erforschen“, erläuterte Jarasch.

Das DZD ist eines der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Der nationale Forschungsverbund wurde 2009 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert. Im DZD arbeiten führende Forschungsinstitute und Universitäten im Bereich Stoffwechsel- und Diabetesforschung zusammen. Die Finanzierung erfolgt zu 90 Prozent über den Bund und zu zehn Prozent über die Länder. © hil/aerzteblatt.de

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