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Politik

CDU in Baden-Württemberg setzt in der Pflege auch auf ausländische Fachkräfte

Donnerstag, 13. September 2018

/Sandor Kacso, stockadobecom

Stuttgart – Die CDU-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg will Verbesserungen in der Pflege zu einem ihrer Schwerpunkte in den kommenden zweieinhalb Jahren machen. Die Fraktion beschloss bei ihrer Klausur in Berlin ein Papier mit Zielen und Forderungen. Darin wird etwa angeregt, den Personalengpass auch dadurch zu entschärfen, dass die Abschlüsse von Fachkräften aus der EU in Deutschland leichter anerkannt werden. „Darüber hinaus muss ausländischen Fachkräften, die bei uns arbeiten wollen, der Spracherwerb erleichtert werden“, heißt es in dem Papier.

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CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart regte Ausbildungskooperationen mit Pflegeschulen außerhalb der EU an. „Pflegekräfte aus dem Ausland sind einer von vielen Bausteinen zur Stärkung der Pflege.“ Ein Sofortprogramm von Bundesgesund­heitsminister Jens Spahn (CDU) sieht laut CDU-Fraktion rund 1.700 zusätzliche Stellen für Baden-Württemberg vor. Die Fraktion fordert zudem eine Landesinitiative zur Personalgewinnung. Insgesamt müssten sich die Rahmenbedingungen für den Pflegeberuf deutlich verbessern, auch die Vergütung.

In Baden-Württemberg ist Sozialminister Manne Lucha (Grüne) für das Pflegethema zuständig. Lucha sagte, die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte halte er für einen sinnvollen Weg – und zwar aus den Ländern, die über ihren eigenen Bedarf ausbildeten. Das betreffe etwa die Philippinen und Tunesien. Dort gebe es auch ein sehr gutes Ausbildungsniveau. „Gleichzeitig müssen wir alles tun, um den Pflegeberuf in Deutschland attraktiver zu machen.“

Der Demografiebeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Thaddäus Kunzmann, sprach im April von 40.000 zusätzlichen Pflegekräften, die bis 2030 im Südwesten fehlten. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes werden bis 2030 rund 51.000 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht. Bundesweit sind bereits rund 35.000 Stellen in der Alten- und Krankenpflege für Fachkräfte und Helfer offen. © dpa/aerzteblatt.de

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