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Ausland

Gesundheits­organisationen fordern mehr Engagement im Kampf gegen den Klimawandel

Freitag, 14. September 2018

/dpa

San Francisco – Gesundheitsorganisationen aus mehr als 120 Ländern haben Politiker weltweit aufgefordert, sich stärker gegen den Klimawandel zu engagieren. Im Rahmen des Global Climate Action Gipfels in San Francisco unterzeichneten 50 Organisationen eine Handlungsempfehlung, die die zehn wichtigsten Maßnahmen für ein gesundes Leben in Zeiten des Klimawandels aufführt. „Der Klimawandel ist die weltweit größte Gesundheitsbedrohung“, mahnte Maria Neira, WHO-Direktorin für öffentliche Gesundheit und Umwelt.

Nach Angaben der Global Climate and Health Alliance verursachten extreme Hitze- und Wetterereignisse zwischen 2008 und 2015 tausende Todesfälle und vertrieben über 200 Millionen Menschen, allein 2016 habe die Luftverschmutzung als eine der größten Verursacher des Klimawandels über sieben Millionen Todesopfer gefordert.

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Überlebenswichtige Agrar-, Ernährungs- und Wassersysteme seien angesichts zunehmender Dürren, Überschwemmungen und Bränden stark gefährdet. „Deshalb muss die Politik jetzt handeln und die Klimabelastung deutlich reduzieren“, unterstrich Neira. Nur dann lasse sich die Vision von gesunden Menschen in gesunden Orten auf einem gesunden Planeten verwirklichen.

Ganz oben auf der Prioritätenliste der Gesundheitsorganisationen steht deshalb die Aufforderung, die Pariser Klimaziele einzuhalten und zu stärken. Zudem gelte es u.a. erneuerbare Energien besser zu fördern, regionale, gesunde und nachhaltige Ernährungs- und Agrarkonzepte umzusetzen und die globale CO²-Belastung durch schadstoffarme Transport- und Produktionssysteme zu reduzieren. Die Stimme des Gesundheitssektors müsse bei Klimaverhandlungen zudem besser berücksichtigt, das Thema Klimaschutz integraler Bestandteil sämtlichen Gesundheitssysteme werden, forderten die Gesundheitsorganisationen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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