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Niels H. wegen eines weiteren Mordes angeklagt

Donnerstag, 13. September 2018

Oldenburg – Im Fall des früheren Krankenpflegers Niels H. hat die Staatsanwaltschaft in einem weiteren Fall Anklage wegen Mordes erhoben. In dem Fall geht es um einen inzwischen in der Türkei exhumierten Leichnam, bei dem ein Herzmedikament nachgewiesen wurde, wie die Staatsanwaltschaft Oldenburg heute mitteilte. Eine Prüfung der Krankenakten habe gezeigt, dass die Gabe des Mittels medizinisch nicht sinnvoll oder notwendig war.

Im Zuge der Ermittlungen hatten die deutschen Justizbehörden auch noch weitere Exhumierungen in der Türkei beantragt. Die zusätzliche Mordanklage soll demnach mit den bereits vom Landgericht in Oldenburg akzeptierten Anklagen verbunden werden, ein entsprechender Antrag wurde gestellt. Die Staatsanwaltschaft wirft Niels H. damit nun 99 weitere Morde vor. Am 30. Oktober beginnt ein neuer Prozess gegen den mutmaßlichen Serienmörder.

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Dem bereits in zwei Prozessen für mehrere Taten rechtskräftig verurteilten früheren Krankenpfleger wird eine beispiellose Mordserie an Intensivpatienten in zwei Krankenhäusern in Oldenburg und Delmenhorst vorgeworfen. Er verabreichte ihnen zwischen 2000 und 2005 eigenmächtig Medikamente, um sie in Lebensgefahr zu versetzen und wiederzubeleben. Viele starben.

Nachdem H. in einem der früheren Prozesse zahlreiche weitere Morde gestanden hatte, nahmen Staatsanwaltschaft und Polizei umfangreiche Ermittlungen auf. Über einen Zeitraum von drei Jahren ließen sie alle alten Krankenakten aus den Kliniken prüfen und exhumierten zahlreiche verstorbene frühere Patienten. © afp/aerzteblatt.de

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