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Ausland

Humanitäre Luftbrücke für Schwerkranke im Jemen geplant

Montag, 17. September 2018

/dpa

Sanaa – Die Vereinten Nationen planen im Jemen eine humanitäre Luftbrücke für den Transport von Schwerkranken. Damit solle Krebspatienten und Menschen mit chronischen oder angeborenen Krankheiten geholfen werden, „die Behandlung zu bekommen, die sie brauchen“, sagte gestern der für den Jemen zuständige Vertreter der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO), Nevio Zagaria.

Die Luftbrücke soll demnach zunächst für sechs Monate in Betrieb gehen. Dadurch sollen Patienten in geeignete Einrichtungen zur Weiterbehandlung gebracht werden. Wohin sie geflogen werden sollen, erklärte die WHO zunächst nicht. Als mögliche Krankheitsbilder nannte Zagaria Leukämie, Schilddrüsen- oder Gebärmutterhalskrebs. Auch Patienten, die auf eine Transplantation angewiesen seien, könnten ausgeflogen werden.

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Im Jemen herrscht seit 2014 ein Bürgerkrieg, in dem nach UN-Angaben bereits etwa 10.000 Menschen getötet wurden, unter ihnen tausende Zivilisten. In dem Land sind 22 Millionen Menschen auf irgendeine Art von humanitäre Hilfe angewiesen. Der UN-Jemen-Gesandte Martin Griffiths traf gestern in der von Rebellen kontrollierten Hauptstadt Sanaa ein. Er will einen neuen Anlauf für Friedensgespräche zwischen der Regierung und den Huthi-Rebellen nehmen.

© afp/aerzteblatt.de

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