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Politik

Aktionsplan für Palliativversorgung in Baden-Württemberg

Montag, 17. September 2018

/Tyler Olson, stock.adobe.com

Stuttgart – Das Land Baden-Württemberg will die Hospiz- und Palliativversorgung verbessern. Staatssekretärin Bärbl Mielich (Grüne) hat dazu jetzt einen mit 1,3 Millionen Euro ausgestatteten Aktionsplan des Ministeriums für Soziales und Integration vorgestellt. Der Zusammenhalt einer Gesellschaft lasse sich auch daran erkennen, wie sie mit Sterbenden und deren Angehörigen umgehe, sagte Mielich auf einem Bürgertag zur Zukunft der Hospiz- und Palliativversorgung in Baden-Württemberg im September.

Der Plan umfasst fünf Aktionsbereiche: Ab Mitte September 2018 fördert das Land die Teilnahme von Beschäftigten stationärer Pflegeeinrichtung an einem Kurs zur Begleitung sterbender Menschen in Pflegeheimen mit bis zu 1.000 Euro. Außerdem werden Weiterbildungskurse für ehrenamtliche Trauerbegleiter mit bis zu 700 Euro gefördert.

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Das Land unterstützt zudem für jeden neu entstehenden Hospizplatz investive Maßnahmen mit bis zu 10.000 Euro. Außerdem wird der Internetauftritt des Hospiz- und Palliativverbands Baden-Württemberg bis Ende 2018 um ein landesweites Informationsportal erweitert.

Fünftens können Mitarbeiter mobiler Hospizdienste aus Baden-Württemberg für zwei Wochen im stationären Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart hospitieren. Ziel ist ein Wissens- und Erfahrungsaustausch. Außerdem soll dies die Zusammenarbeit zwischen ambulanten Teams und stationären Einrichtungen verbessern.

Unterstützung erhielt die Staatssekretärin auf dem Bürgertag durch die Freiburger Palliativmedizinerin Gerhild Becker, die in ihrem Fachvortrag betonte, dass Pflegeheime zunehmend zu Orten des Sterbens würden und Beschäftigte in palliativ-pflegerischer Hinsicht gestärkt werden müssten. „Die Förderung der Weiterbildung der Mitarbeitenden ist ein wichtiger Schritt, um eine solche Kultur in Alten- und Pflegeheimen zu etablieren“, so Becker. © hil/aerzteblatt.de

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