NewsMedizinStress verändert Regulation des Blutflusses im Gehirn
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Stress verändert Regulation des Blutflusses im Gehirn

Mittwoch, 19. September 2018

/shefkate, stockadobecom

München – Akuter Stress kann die Regulation des Blutflusses im Gehirn beeinflussen. Das berichten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in den Proceedings of the National Accadamy of Sciences (PNAS 2018; doi: 10.1073/pnas.1804340115). „Dies könnte einen bisher nicht beschriebenen Mechanismus darstellen, der zu individuellen Unterschieden in der Stressantwort beiträgt. Möglicherweise lässt sich damit das individuelle Risiko für stressbedingte psychiatrische Erkrankungen besser bestimmen“, so die Forscher.

59 Studienteilnehmer absolvierten für die Studie einen standardisierten Test, der psychosozialen Stress hervorruft. Die Forscher um Immanuel Elbau und Philipp Sämann untersuchten dabei mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) Veränderungen in der Blutflussregulation der Gehirne ihrer Probanden. Es zeigte sich, dass die Stressbelastung die sogenannte hämodynamische Antwort in verschiedenen Hirnregionen veränderte, unter anderem im Hippocampus und präfrontalen Kortex. Diese Veränderungen erfolgten innerhalb weniger Minuten.

Weitere Analysen ließen erkennen, dass Unterschiede bei der Expression von KCNJ2, einem menschlichen Analog eines Gens, das die neurovaskuläre Kopplung unter Stress bei Ratten reguliert, mit Veränderungen der hämodynamische Antwort zusammen­hängen.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass akuter Stress zu einer schnellen, grundsätzlichen Funktionsanpassung des Gehirns führt. Möglicherweise beeinflussen individuelle Unterschiede auf dieser Ebene auch das Risiko, unter chronischem Stress Fehlanpassungen und letztlich psychische Symptome zu entwickeln“, fasst Sämann zusammen. © hil/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

24. Januar 2020
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat Verständnis für die Klagen von Krankenhausärzten über hohe Arbeitsbelastung geäußert. Es sei wichtig, sich auch um die Gesundheit derer zu
Spahn: Krankenhäuser müssen Arbeitszeiten von Ärzten anpassen
24. Januar 2020
Cambridge/Massachusetts – Nicht das Stresshormon Cortisol aus der Nebenniere, sondern die direkte Stimulation der Stammzellen in den Haarfollikeln durch den Neurotransmitter Noradrenalin ist nach
Wie Stress die Haare ergrauen lässt
22. Januar 2020
Berlin – Die Bundestagesfraktion Die Linke will Arbeitnehmer besser vor Mobbing schützen. Sie hat deshalb die Bundesregierung in einem Antrag dazu aufgerufen, einen Gesetzentwurf zum Schutz vor
Linke ruft nach Schutz vor Mobbing am Arbeitsplatz
16. Januar 2020
Mainz – Nach der Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft haben sich die Mainzer Resilienzforscher einen neuen Namen gegeben und den Aufbau einer ambulanten Beratungsstelle für psychische Gesundheit unter
Resilienzforschung in Mainz stellt sich neu auf
15. Januar 2020
Düsseldorf – Leiharbeitnehmer und befristet Beschäftigte sind häufiger von psychischen Erkrankungen wie Burn-Out oder Depressionen betroffen als regulär Beschäftigte. Das geht aus der Antwort der
Leiharbeiter und Befristete häufiger psychisch krank
30. Dezember 2019
Hamburg – Die Deutschen wollen im kommenden Jahr mehr für die Umwelt und den Klimaschutz tun. 64 Prozent gaben in einer kürzlich veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit an, diesen
Umwelt und Klimaschutz sind gute Vorsätze für 2020
16. Dezember 2019
Berlin – Knapp 70 Prozent der Ärztinnen und Ärzte an den Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg stehen mehrmals pro Tag oder ständig unter Zeitdruck. Mehr als die Hälfte erlebt täglich die
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER