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Politik

Gutachten: Inselklinik Fehmarn durch ambulantes Angebot ersetzen

Mittwoch, 19. September 2018

/dpa

Eutin – Ein Gutachten im Auftrag des schleswig-holsteinischen Gesundheits­ministeriums empfiehlt, die Inselklinik Fehmarn durch ein ambulantes Angebot zu ersetzen. Die Sana-Kliniken Ostholstein, zu denen die Inselklinik gehört, seien bereit, „sich mit allen Beteiligten zu neuen Versorgungsformen auszutauschen“, teilte Florian Glück, Geschäftsführer der Sana-Kliniken Ostholstein GmbH, heute in Eutin in einer Pressemitteilung mit. Am Vorabend war das Gutachten zur Krankenhausplanung für die Region vorgestellt worden, wie ein Ministeriumssprecher in Kiel bestätigte. Das IGES-Institut mit Sitz in Berlin hat das Gutachten erstellt.  

Das IGES-Gutachten empfiehlt laut Glück weiter, die Krankenhausversorgung in der Region Ostholstein deutlich zu konzentrieren. Dies solle, unter anderem, durch eine stärkere, trägerübergreifende Schwerpunktbildung geschehen. Dem in der Folge von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Heiner Garg (FDP) geäußerten Wunsch, trägerübergreifend moderne medizinische Versorgungskonzepte zu erarbeiten, „die dauerhaft die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Kreis Ostholstein sichert“, nähme man daher gern an. Der bestehende Versorgungsauftrag der Sana-Kliniken Eutin und Oldenburg sei bestätigt worden.

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Glück bekräftigte erneut, dass statt eines zunächst erwogenen Neubaus die Klinik in Eutin saniert werden solle. Zum jetzigen Zeitpunkt könne er noch keine Details zur Ausgestaltung des Sanierungsplans nennen. Eine Sanierung könne nur im laufenden Betrieb erfolgen, was gewisse Einschränkungen für Patienten und Mitarbeiter bedeuten werde. „Um diese so gering wie möglich zu halten, werden wir unser Bestandsgebäude um ein Nebengebäude erweitern“, kündigte Glück an.

Im vergangenen Dezember hatte der damalige Sana-Geschäftsführer Klaus Abel vor dem Sozialausschuss des Landtags die Kosten für die Sanierung auf rund 75 Millionen Euro geschätzt. Noch Ende November 2017 war von deutlich geringeren Kosten zwischen 20 und 40 Millionen Euro ausgegangen worden. Der damalige Klinikchef warb für einen Neubau des Krankenhauses. Angesichts immer neuer Mängel sei es an der Zeit, die Reißleine zu ziehen, hatte er gesagt. Zahlreiche Wasserrohrbrüche hatten die Klinik in Mitleidenschaft gezogen. © dpa/aerzteblatt.de

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