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Ärzteschaft

Auch in Rheinland-Pfalz künftig ausschließliche Fernbehandlung möglich

Donnerstag, 20. September 2018

/rocketclips, stockadobecom

Mainz – Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz hat den Weg für die ausschließliche Fernbehandlung von Patienten im Einzelfall frei gemacht. Die 80 Mitglieder der Ver­tre­ter­ver­samm­lung folgten bei ihrem Votum dem Deutschen Ärztetag. Dieser hatte das geltende Verbot der ausschließlichen Fernbehandlung bereits im Mai gelockert und die Musterberufsordnung entsprechend geändert.

Fernbehandlung: Weg frei für die Telemedizin

Der Ärztetag hat das Verbot der ausschließlichen Fernbehandlung gelockert. Ärzte können künftig ihre Patienten ohne vorherigen persönlichen Erstkontakt ausschließlich telefonisch oder per Internet behandeln – ein klares Votum für den Ausbau der Telemedizin. Mit großer Mehrheit haben die Delegierten des 121. Deutschen Ärztetages einer Änderung der ärztlichen (...) 

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Der Passus der rheinländ-pfälzischen Berufsordnung lehnt sich an die Formulierung an, die der Deutsche Ärztetag in Erfurt verabschiedet hat. Die Änderung wird nun dem Landesgesundheitsministerium zur Genehmigung vorgelegt. Erst danach kann die Satzungsänderung in Kraft treten.

Kammerpräsident Günther Matheis betonte, der Beschluss „bedeutet jedoch keinen Paradigmen­wechsel. Der persönliche Kontakt zwischen unseren Patienten und uns ist und bleibt von entscheidender Bedeutung und stellt weiterhin den Goldstandard ärztlichen Handelns dar." Die ausschließliche Fernbehandlung sei eine Angebots­erweiterung in einem streng limitierten Rahmen. „Die Patientensicherheit steht nach wie vor im Mittelpunkt unserer ärztlichen Bemühungen“, so der Kammerpräsident. 

Matheis weist darauf hin, dass der ausschließlichen Fernbehandlung Grenzen gesetzt sind – beispielsweise wenn ein Arzt seiner ärztlichen Sorgfaltspflicht am Telefon oder Computer nicht nachkommen könne. Außerdem dürften bei der Fernbehandlung aufgrund gesetzlicher Regelungen derzeit weder Rezepte noch Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen ausgestellt werden. Das regelten das Arzneimittelgesetz und der Bundesmantelvertrag.

Die Lan­des­ärz­te­kam­mer zeige mit diesem Beschluss, dass sie sich Neuerungen gegenüber nicht verschließe, zugleich aber auch Patientensicherheit von hoher Wichtigkeit sei, so das Fazit des Kammerpräsidenten. © hil/aerzteblatt.de

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