NewsHochschulenNeue Lernplattform für Psychotherapeuten zur Traumatherapie
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Neue Lernplattform für Psychotherapeuten zur Traumatherapie

Montag, 24. September 2018

/chagin, stockadobecom

Eichstätt – Eine neue kostenfreie Online-Lernplattform für Psychotherapeuten zur Betreuung von Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung hat die Katho­lische Universität Eichstätt-Ingolstadt entwickelt. 

Die Lernplattform vermittelt Kenntnisse zur in den USA entwickelten „traumafo­kussierten kognitiven Verhaltenstherapie“ (TF-KVT). „Mit dem Onlineportal wollen wir eine Lücke zwischen Wissenschaft und Praxis schließen: Durchschnittlich dauert es 17 Jahre, bis eine neue Behandlungsmethode in der Grundversorgung angekommen ist. Den Zeitraum der Dissemination möchten wir deutlich verkürzen und zur Verbreitung der TF-KVT als bewährte Therapieform beitragen“, erklärte Rita Rosner, die an der Hochschule den Lehrstuhl für Klinische und Biologische Psychologie innehat und deren psychotherapeutische Hochschulambulanz leitet. 

Anzeige

Das Therapieverfahren habe sich für die Zielgruppe als Behandlungsform bewährt und sei gründlich evaluiert, so Rosner. Sie hat mit Förderung des Bundesforschungs­ministeriums in mehreren Studien die Wirksamkeit der traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen untersucht.

Ziel der TF-KVT ist es, dass traumatisierte Kinder und Jugendliche lernen, besser mit den Emotionen umzugehen, die traumatische Erlebnisse bei ihnen hervorrufen, und diese Erfahrungen in ihr Leben zu integrieren. „Die Kinder sollten nach dem erfolg­reichen Abschluss einer TF-KVT einerseits ein Gefühl der Kompetenz erworben haben, weil sie nicht länger von mit dem Trauma in Zusammenhang stehenden Problemen überwältigt werden. Sie sollten andererseits hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können, weil sie gelernt haben, wie sie mit Problemen umgehen können“, erläutert Rosner. Die TF-KVT umfasst als relativ kurzes Behandlungsmodell zwölf bis 20 Sitzungen

Die Lernplattform enthält schrittweise Anleitungen für jede Komponente der Therapie, die auch dabei helfen sollen, den Patienten Konzepte und Techniken der Therapie zu erläutern. Hinzu kommen Videos zur Demonstration des therapeutischen Vorgehens sowie Arbeitsblätter und Diagnostikinstrumente, die zum Download zur Verfügung stehen. Die insgesamt zwölf Lerneinheiten schließen jeweils mit einem Zwischentest.

Die Online-Lernplattform ist nach einer kostenlosen Registrierung nutzbar. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. Februar 2019
Bad Homburg – Das Saarland erhält ein „Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin“. Darauf hat die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes hingewiesen. Das Kompetenzzentrum soll die
Neues Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin im Saarland
24. Januar 2019
Hannover – Die Pflegekammer Niedersachsen hat damit begonnen, Regelungen für die Weiterbildung in Pflegefachberufen zu entwickeln. Die Verantwortung dazu hatte das Land Niedersachsen der Kammer zum
Pflegekammer Niedersachsen arbeitet Regeln für Weiterbildung aus
24. Januar 2019
Durham/North Carolina – Eine Bleivergiftung in der Kindheit kann lebenslange Folgen haben. Eine Kohortenstudie in JAMA Psychiatry (2019; doi: 10.1001/jamapsychiatry.2018.4192) kommt zu dem Ergebnis,
Bleihaltiges Benzin: Studie untersucht Langzeitfolgen auf die Psyche
14. Januar 2019
Köln – Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) warnt nach der Amokfahrt eines Attentäters im Ruhrgebiet in der Silvesternacht von einem nach ersten Erkenntnissen möglicherweise
Fachgesellschaft warnt vor Stigmatisierung psychisch Kranker
10. Januar 2019
London – 3 häufig zur Behandlung körperlicher Erkrankungen eingesetzte Wirkstoffgruppen könnten nach den Ergebnissen einer Kohortenstudie in JAMA Psychiatry (2019; doi:
Statine, Kalziumantagonisten und Metformin könnten bei psychiatrischen Erkrankungen helfen
7. Januar 2019
Baltimore – Erhöhte körperliche Aktivität kann bei Menschen mit bipolarer Erkrankung die Stimmung und das Energieniveau verbessern. Das berichtet eine Arbeitsgruppe um Vadim Zipunnikov vom Department
Sport und Bewegung bei bipolaren Erkrankungen hilfreich
4. Januar 2019
Berlin – Die Seite 313 in der neuen (Muster)-Weiter­bildungs­ordnung der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) ist der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) die liebste: „Die Zusatzweiterbildung
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER