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Neue Lernplattform für Psychotherapeuten zur Traumatherapie

Montag, 24. September 2018

/chagin, stockadobecom

Eichstätt – Eine neue kostenfreie Online-Lernplattform für Psychotherapeuten zur Betreuung von Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung hat die Katho­lische Universität Eichstätt-Ingolstadt entwickelt. 

Die Lernplattform vermittelt Kenntnisse zur in den USA entwickelten „traumafo­kussierten kognitiven Verhaltenstherapie“ (TF-KVT). „Mit dem Onlineportal wollen wir eine Lücke zwischen Wissenschaft und Praxis schließen: Durchschnittlich dauert es 17 Jahre, bis eine neue Behandlungsmethode in der Grundversorgung angekommen ist. Den Zeitraum der Dissemination möchten wir deutlich verkürzen und zur Verbreitung der TF-KVT als bewährte Therapieform beitragen“, erklärte Rita Rosner, die an der Hochschule den Lehrstuhl für Klinische und Biologische Psychologie innehat und deren psychotherapeutische Hochschulambulanz leitet. 

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Das Therapieverfahren habe sich für die Zielgruppe als Behandlungsform bewährt und sei gründlich evaluiert, so Rosner. Sie hat mit Förderung des Bundesforschungs­ministeriums in mehreren Studien die Wirksamkeit der traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen untersucht.

Ziel der TF-KVT ist es, dass traumatisierte Kinder und Jugendliche lernen, besser mit den Emotionen umzugehen, die traumatische Erlebnisse bei ihnen hervorrufen, und diese Erfahrungen in ihr Leben zu integrieren. „Die Kinder sollten nach dem erfolg­reichen Abschluss einer TF-KVT einerseits ein Gefühl der Kompetenz erworben haben, weil sie nicht länger von mit dem Trauma in Zusammenhang stehenden Problemen überwältigt werden. Sie sollten andererseits hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können, weil sie gelernt haben, wie sie mit Problemen umgehen können“, erläutert Rosner. Die TF-KVT umfasst als relativ kurzes Behandlungsmodell zwölf bis 20 Sitzungen

Die Lernplattform enthält schrittweise Anleitungen für jede Komponente der Therapie, die auch dabei helfen sollen, den Patienten Konzepte und Techniken der Therapie zu erläutern. Hinzu kommen Videos zur Demonstration des therapeutischen Vorgehens sowie Arbeitsblätter und Diagnostikinstrumente, die zum Download zur Verfügung stehen. Die insgesamt zwölf Lerneinheiten schließen jeweils mit einem Zwischentest.

Die Online-Lernplattform ist nach einer kostenlosen Registrierung nutzbar. © hil/aerzteblatt.de

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