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Mundspüllösung wahrscheinliche Ursache für Infektionen von Intensivpatienten

Freitag, 21. September 2018

Burkholderia cepacia /dpa

Berlin – Eine kontaminierte Mundspüllösung für Intensivpatienten ist mit hoher Wahrscheinlichkeit für den Tod zweier Intensivpatienten und eine überregionale Häufung von sogenannten Burkholderia-cepacia-complex-Nachweisen bei Intensivpatienten verantwortlich. Das berichtet das Robert Koch-Institut (RKI) in der neuen Ausgabe des Epidemiologischen Bulletins (2018; 38: 422). Bisher liegen dem Robert-Koch-Institut Berichte von 16 Patienten aus drei verschiedenen Kliniken in zwei Bundesländern vor. 

„Als wahrscheinliche gemeinsame Expositionsquelle kommt octenidol® md Mundspüllösung, Vertrieb durch die Firma Schülke & Mayr GmbH Chargennummer 1513962, infrage“, heißt es in dem Bulletin. Die betroffene Charge werde seit Anfang August von der Herstellerfirma MPC International S.A., Luxemburg aufgrund einer Kontamination mit Burkholderia cepacia freiwillig zurückgerufen.

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Das RKI sieht die Fälle von nosokomialen Infektionen und Kolonisationen mit Burkholderia-cepacia-complex nach Exposition mit octenidol® Mundspüllösungen als Teil eines überregionalen nosokomialen Ausbruchsgeschehens. Laut dem Infektionsschutzgesetz müssen Ärzte es daher melden – und zwar an das zuständige Gesundheitsamt. Dazu seien die auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte verfügbaren empfohlenen Formulare zu verwenden.

Das RKI bittet außerdem, die in diesem Zusammenhang gewonnenen Isolate an das Nationale Referenzzentrum für gramnegative Krankenhauserreger in Bochum zur weiteren Untersuchung zu senden. © hil/aerzteblatt.de

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