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Mehr als jedes sechste Kind in Deutschland mit allergischen Erkrankungen

Montag, 24. September 2018

/Matthias Stolt, stock.adobe.com

Berlin – Allergische Erkrankungen wie allergische Rhinitis, Asthma bronchiale und atopisches Ekzem (Neurodermitis) gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Heranwachsenden. Im Augenblick leidet mehr als jedes sechste Kind (16,1 Prozent) an mindestens einer der drei Erkrankungen, das sind mehr als 2,1 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland. 

Diese Zahlen gehen aus der sogenannten zweiten Welle der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) des Robert-Koch-Instiuts (RKI) hervor. Die „Daten für Taten“ hat das RKI von 2014 bis 2017 durch Untersuchungen und Befragungen erhoben. Sie sind jetzt im Journal of Health Monitoring 3/2018 erschienen (2018; doi: 10.17886/RKI­GBE­2018­075).

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„Die Zwölfmonats­prävalenzen für Heuschnupfen (8,8 Prozent), Neurodermitis (7,0 Prozent) und Asthma bronchiale (3,5 Prozent) zeigen im Vergleich zur KiGGS­ Basiserhebung keine wesentlichen Veränderungen und weisen somit auf eine Stabilisierung der Erkrankungshäufigkeiten auf hohem Niveau hin“, schreiben die Autoren.

Die Analyse der allergischen Sensibilisierung über die Messung von IgE-­Antikörpern im Blut lasse zudem auf die Ver­teilung der Allergiebereitschaft bei Kindern und Jugend­lichen in Deutschland schließen. Insbesondere Sensibi­lisierungen gegen Inhalations­allergene seien bekanntlich für die Entwicklung von Heuschnupfen und Asthma von Bedeu­tung.

„Die Ergebnisse zur Prä­valenz der Sensibilisierung gegen einen Mix aus acht häufigen Inhalationsallergenen zeigen bei annähernd jeder beziehungsweise jedem zweiten Jugendlichen eine Allergiebereitschaft“, berichten die Autoren. Ähnlich der Entwicklung der Krank­heitsprävalenzen sei auch die Häufigkeit dieser sogenannten SX1-­Sensi­bilisierung in den letzten rund zehn Jahren insgesamt auf hohem Niveau stabil. Bei Jungen sei aber im Vergleich zu Mädchen ein leichter Anstieg zu beobachten. © hil/aerzteblatt.de

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