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Zahl der betroffenen Patienten im Lunapharm-Skandal steigt

Montag, 24. September 2018

/dpa

Berlin/Potsdam – Die Zahl der vom Pharmaskandal um die Firma Lunapharm betroffenen Patienten steigt weiter an. Inzwischen seien 277 Patienten identifiziert worden, die in Berliner und Brandenburger Einrichtungen behandelt wurden, wie die Gesundheitsverwaltung in Berlin heute im Internet mitteilte. Darüber hatte der RBB berichtet. Zuvor war von rund 220 Patienten die Rede gewesen, die über Berliner Apotheken die Medikamente erhalten haben sollen.

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Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen Verantwortliche des branden­burgischen Unternehmens Lunapharm, weil die Firma in Griechenland gestohlene Medikamente verkauft haben soll. Weil die Transportwege unklar sind, ist nicht ausgeschlossen, dass die Medikamente an Wirksamkeit verloren haben könnten. Die Brandenburger Medikamentenaufsicht hatte einer Expertenkommission zufolge frühe Hinweise auf illegale Geschäfte, war aber nicht ausreichend eingeschritten. Brande­nburgs Ge­sund­heits­mi­nis­terin Diana Golze (Linke) war deshalb zurückgetreten.

Arzneimittelüberwachung: Lehren aus dem Fall Lunapharm

Zwölf zusätzliche Mitarbeiter sollen die Arzneimittelaufsicht in Brandenburg verstärken – eine erste Konsequenz aus dem Lunapharm-Skandal. Eine Untersuchung über den Umgang der Behörden mit dem illegalen Handel von Krebsmedikamenten hatte ihnen strukturelle Mängel bescheinigt. 

Nach den Recherchen der Berliner Gesundheitsverwaltung wurden in Berlin 22 Arztpraxen und ein Krankenhaus mit Zubereitungen oder Fertigarzneimitteln aus sechs Apotheken beliefert, die direkt oder indirekt von Lunapharm Waren erhalten hatten. In Brandenburg waren es demnach vier Arztpraxen und eine Rehaeinrichtung. Bundesweite Zahlen liegen weiterhin nicht vor. © dpa/aerzteblatt.de

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