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Deutsche mit der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung sehr zufrieden

Dienstag, 25. September 2018

/dpa

Dortmund – Die Deutschen sind mit der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung so zufrieden wie nie zuvor. Gleichzeitig misstrauen sie privaten Zusatzversicherungen wie der privaten Pflegezusatzversicherung und Zusatzversicherungen für stationäre Leistungen. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Continentale-Studie 2018, für welche die Privatversicherung bundesweit repräsentativ 910 Personen befragt hat, unter ihnen 830 gesetzlich Versicherte. 

Danach sind 78 Prozent der befragten GKV-Versicherten mit den Leistungen der gesetzlichen Kassen zufrieden, 71 Prozent mit dem Preis. Im Vergleich zum Jahr 2017 stieg die Zufriedenheit der gesetzlich Versicherten mit den Leistungen des Gesund­heits­wesens um zwei Prozentpunkte. Noch zufriedener sind laut der Umfrage Privat­versicherte. Von ihnen beurteilen 89 Prozent die Leistungen und 75 Prozent den Preis positiv.

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Private Pflegezusatzversicherung

Die Pflegebedürftigkeit zählt bekanntlich zu den potenziell existenziellen Risiken, weil sie bei dem Betroffenen hohe Kosten verursachen kann. „Tatsächlich haben in Deutschland nur rund vier Prozent eine private Pflegezusatzversicherung“, berichten die Autoren der Studie. Im Rahmen der Studie gaben zudem 85 Prozent der Befragten an, eine solche Zusatzversicherung nicht wichtig zu finden.

Hauptgrund dafür ist, dass der Versicherer „im Ernstfall eh nicht zahle“ (49 Prozent) und weil Familienangehörige oder der Partner im Fall des Falles unterstützten würden (43 Prozent). Rund ein Drittel ist zudem der Meinung, dass der gesetzliche Schutz ausreicht. Weitere Gründe sind, dass die Menschen mit anderen Versicherung vorge­sorgt hätten (25 Prozent), nicht glauben, vom Risiko betroffen zu sein (24 Prozent) oder genügend Vermögen hätten, um das Risiko selbst zu tragen (17 Prozent).

Zusatzversicherung für stationäre Leistungen

Insgesamt ist die stationäre Zusatzversicherung laut der Befragung 16 Prozent der gesetzlich Versicherten wichtig. 84 Prozent sehen keine Notwendigkeit, eine stationäre Zusatzversicherung abzuschließen. Hauptgrund dafür ist, dass 44 Prozent von ihnen mit dem gesetzlichen Schutz zufrieden sind. 43 Prozent vertrauen zudem auf die Unterstützung durch Familienangehörige und Partner. 41 Prozent der GKV-Versicherten bezweifeln, dass der Versicherer im Ernstfall tatsächlich zahlt.

„Bei allen anderen Risiken, die in dieser Studie ausführlich betrachtet werden, ist das Misstrauen immer der am häufigsten genannte Grund, warum eine Versicherung als nicht wichtig angesehen wird“, berichten die Studienautoren. Vor diesem Hintergrund erhalte die Antwort, dass vielen der gesetzliche Schutz ausreiche, noch mehr Gewicht. „Im Krankenhaus scheinen sich die Menschen grundsätzlich recht gut aufgehoben zu fühlen – auch ohne Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer oder den Arzt ihrer Wahl“, so das Fazit der Studienautoren. © hil/aerzteblatt.de

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