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Politik

Spahn will die Frist zur Anbindung an die Telematik­infrastruktur verlängern

Freitag, 28. September 2018

/Panitan, stockadobecom

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will die Frist für den Anschluss der Arztpraxen an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) um ein halbes Jahr verlängern, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium bestätigte den Bericht. Es bleibe aber dabei, dass Praxisinhaber bis Jahresende einen Anschluss bestellt und den Vertrag unterzeichnet haben müssten. Wenn die Ärzte eine entsprechende Vereinbarung nachweisen, greifen die vorgesehenen Sanktionen wie Honorarabzug erst ab dem 1. Juli 2019.

Ärztevertreter hatten schon lange gefordert, die bisher bis zum 31. Dezember dieses Jahres laufende Frist für den Anschluss ans Datennetz zu verlängern. Bei der Überschreitung der Frist hätten Sanktionen wie Honorarabzug gedroht. 

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Es müssen rund 150.000 Arzt- und Zahnarztpraxen an die TI angeschlossen werden. Die gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte schätzt, dass bis zum Jahresende aber maximal 50.000 Praxen angeschlossen sein werden. Das liegt vor allem daran, dass bis Anfang September nur ein Konnektor von einem Anbieter verfügbar war. 

Spahn sagte der Zeitung: „Egal, wie wir die digitale Zukunft des Gesundheitswesens gestalten: Der Anschluss der Praxen an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur ist die Basis dafür.“ © dpa/mis/aerzteblatt.de

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