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Medizin

Regelmäßige Schlafenszeiten für die Herzgesundheit besonders wichtig

Montag, 1. Oktober 2018

/pix4U, stockadobecom

Durham – Neue Forschungen erhärten die These, dass regelmäßige Schlafenszeiten ein Schlüssel zur Herzgesundheit und zum guten Funktionieren des Stoffwechsels sind. Das berichtet eine Arbeitsgruppe um Jessica Lunsford-Avery des Duke University Medical Centers in Durham im Fachmagazin Scientific Reports (2018; doi: 10.1038/s41598-018-32402-5).

Lunsford-Avery und ihr Team untersuchten das Schlafverhalten von fast 2.000 Erwachsenen im Alter von 54 bis 93 Jahren, die keine Vorgeschichte von Schlafstörungen hatten. Die Freiwilligen trugen Geräte, die auch geringe Schwankungen im Schlafverhalten aufzeichneten. Die Erwachsenen verwendeten die Geräte 7 Tage lang und führten ein Schlaftagebuch.

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Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen Schlafenszeitmustern und Markern des kardiometabolischen Risikos und sie berechneten ein 10-jähriges prognostiziertes Risiko für Herzerkrankungen, Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes-Marker wie hohen Blutzucker und Hämoglobin A1.

Insgesamt hatten Freiwillige mit unregelmäßigen Schlafenszeiten einen höheren Body-Mass-Index (BMI), einen höheren Blutzuckerspiegel, einen höheren Blutdruck und einen höheren Hämoglobin-A1C-Wert, und sie hatten in den folgenden zehn Jahren eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall als Personen mit normalen Schlafmustern. Auch hatten die Freiwilligen, die zu verschiedenen Zeiten ins Bett gingen und aufwachten, ein höheres Risiko für Depressionen und Stress.

„Unregelmäßigkeiten im Schlafverhalten können ein Ziel für die Früherkennung und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen“, ziehen die Autoren ein Fazit. 

Allerdings handle es sich bei der Untersuchung um eine Beobachtungsstudie. „Daraus können wir nicht schließen, dass Schlafunregelmäßigkeiten zu Gesundheitsrisiken führen oder ob Gesundheitszustände den Schlaf beeinträchtigen. Vielleicht beein­flussen sich all diese Dinge gegenseitig“, sagte Lunsford-Avery. Die Erkenntnisse könnten gleichwohl helfen festzustellen, wer gefährdet ist, schwere kardiometa­bolische Erkrankungen zu entwickeln, meinen die Forscher. © hil/aerzteblatt.de

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