NewsVermischtesFinanzinvestoren nehmen Pharmakonzern Stada von der Börse
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Finanzinvestoren nehmen Pharmakonzern Stada von der Börse

Montag, 1. Oktober 2018

/dpa

Bad Vilbel/Frankfurt am Main – Der Pharmakonzern Stada wird nach fast 21 Jahren an der Börse bald vom Kurszettel verschwinden. Die Finanzinvestoren Bain und Cinven wollen den Grippostad-Hersteller nach der Übernahme von der Börse nehmen, wie sie heute in Frankfurt mitteilten. Den verbleibenden Aktionären werde je Anteil eine Zahlung von 81,83 Euro für ihre Stada-Papiere angeboten.

Anschließend werde an den Börsen Frankfurt und Düsseldorf der Widerruf der Zulassung „zum frühsten möglichen Zeitpunkt“ beantragt. Dies betreffe auch eine Stada-Anleihe mehr als 300 Millionen Euro, die noch bis 2022 läuft.

Anzeige

Bain und Cinven halten nach der Übernahme für 5,3 Milliarden Euro im vergangenen Sommer rund 65 Prozent der Stada-Anteile. Indem sie das Unternehmen von der Börse nehmen, können sie laut Mitteilung Kosten sparen. Auch brauche Stada die Börse nicht mehr als Geldquelle. Für die Pläne haben Bain und Cinven nun auch einen Vertrag mit einem Großaktionär geschlossen, der rund zwölf Prozent der Stada-Papiere hält. Dabei handelt es sich laut Kreisen um den Investor Paul Singer.

Das Angebot von Stada von knapp 82 Euro setzt sich aus dem gewichteten durch­schnittlichen Börsenkurs der letzten sechs Monate zusammen. Damit hat Singer mit seinem Hedgefonds Elliott erneut einen guten Schnitt gemacht. Er hatte schon seine Zustimmung zu einem Gewinnabführungsvertrag von einem Aufschlag – gemessen am früheren Übernahmeangebot – abhängig gemacht. Die neue Offerte bedeutet nun nochmals zehn Prozent Prämie.

Dass Bain und Cinven Stada von der Börse nehmen wollen, kommt nicht überraschend: Sie hatten den Pharmakonzern im Juni schon aus dem MDax entfernen und in einem niedriger regulierten Segment notieren lassen. Stada ist seit Ende Oktober 1997 an der Börse gelistet. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

2. Dezember 2019
Bad Vilbel – Der Pharmakonzern Stada setzt seine Einkaufstour in Osteuropa fort. Das Unternehmen übernimmt nach eigenen Angaben vom ukrainischen Anbieter Biopharma das Geschäft mit
Stada übernimmt Pharmageschäft von Biopharma
5. November 2019
Bad Vilbel – Stada baut mit der größten Übernahme der Firmengeschichte sein Engagement in Russland aus. Der Arzneimittelhersteller übernimmt für 660 Millionen Dollar (knapp 593 Millionen Euro) ein
Stada kündigt weitere Übernahme an
7. Juni 2019
Bad Vilbel – Stada kauft vom britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline fünf Hautpflegeprodukte und ein Hustenmittel für Kinder. Die Produktion werde großteils an die Tochter Thornton & Ross
Stada kauft Hautpflegeprodukte von GSK
19. März 2019
Bad Vilbel – Stada will nach der Übernahme durch Finanzinvestoren sein Geschäft kräftig ausbauen. „Wir planen, 2019 weltweit ein paar Hundert Mitarbeiter einzustellen“, sagte Stada-Chef Peter
Stada will Hunderte Mitarbeiter einstellen
28. November 2018
Bad Vilbel – Stada hat Untersuchungen gegen frühere Vorstände eingestellt. Die Aufarbeitung von Vorwürfen gegen den früheren Vorstandschef Matthias Wiedenfels und Ex-Finanzvorstand Helmut Kraft seien
Stada stellt Untersuchungen gegen frühere Vorstände ein
13. November 2018
Frankfurt am Main – Mehr als ein Jahr nach der Übernahme befindet sich der Pharmakonzern Stada nahezu komplett in Hand der Finanzinvestoren Bain und Cinven. Mit ihrem jüngsten Angebot haben sie fast
Stada fast vollständig in Hand der Finanzinvestoren
12. Oktober 2018
Bad Vilbel/Frankfurt am Main – Die Tage das Pharmakonzerns Stada an der Börse sind gezählt. Die mit rund 65 Prozent dominierenden Finanzinvestoren Bain und Cinven machen den übrigen Aktionären wie
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER