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Ärzteschaft

Hausärzte stellen eigene Versorgungs-App vor

Dienstag, 2. Oktober 2018

/Drobot Dean, stockadobecom

Berlin – Eine App namens „Egopulse“ haben der Deutsche Hausärzteverband zusammen mit der GWQ ServicePlus AG und der Egopulse Deutschland GmbH vorgestellt. „Über diese TÜV-zertifizierte App können Hausärzte und ihre Patienten zukünftig sicher, einfach und strukturiert miteinander kommunizieren und die Versorgungsprozesse so gemeinsam verbessern“, hieß es von den Partnern.

Schwerpunkt Medikationsplan

Die App bietet als einen Schwerpunkt einen digitalen Medikationsplan. Eine Einnahme-Erinnerungsfunktion, ein Messenger für direkte Nachfragen sowie eine Rückmeldungs­funktion zur Medikamentenverträglichkeit sollen einen engen Informationsaustausch zwischen Hausarzt, Praxisteam und Patient sicherstellen. Die Hausärzte können den bundeseinheitlichen Medikationsplan ihren Patienten über die App digital zur Verfügung stellen. Medikamente, die von anderen Fachärzten, Apothekern oder im Krankenhaus verordnet wurden, können durch das Scannen des Barcodes auf der Verpackung automatisch in den Medikationsplan eingefügt werden.

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Kompatibel mit elektronischen Gesundheitsakten der Krankenkassen

Egopulse soll künftig auch mit elektronischen Gesundheitsakten der Krankenkassen kompatibel sein, sodass der bundeseinheitliche Medikationsplan bei Bedarf in andere Anwendungen eingespielt werden kann. Zusätzliche Funktionen dieser App sind beispielsweise die digitale Anfrage von Folgerezepten und Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen, das Vereinbaren von Arzt- oder Kontrollterminen sowie von Präventionsmaßnahmen via Chat. Der Hausarzt kann dabei einzelne Funktionalitäten, etwa den sogenannten Messenger, den Bedürfnissen des jeweiligen Arzt-Patienten-Verhältnisses anpassen.

„Damit die Digitalisierung in den Praxen funktionieren kann, müssen die Anwendungen im Alltag handhabbar sein. Ein Grundgedanke bei der Entwicklung von Egopulse war deswegen, dass die Hausärzte und ihre Patienten individuell festlegen können, wie und wann sie über die App kommunizieren wollen“, sagte Ulrich Weigeldt, Bundes­vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes.

„Wir vermeiden konsequent die Speicherung sensibler Sicherheitsschlüssel- oder Datenablage auf dem Handy“, erläuterte Lutz Kleinholz, Geschäftsführer von Egopulse Deutschland. Vielmehr würden die Daten verschlüsselt in einem sicheren Rechen­zentrum der Hausärzte gespeichert und seien dort umfassend geschützt, informiert die Website von Egopulse.

Die Partner wollen Egopulse ab Anfang nächsten Jahres zunächst den Betriebs- und Innungskrankenkassen in elf Bundesländern anbieten. Ab Juli 2019 soll Egopulse bundesweit verfügbar sein. © hil/aerzteblatt.de

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