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Politik

Umfrage: Nur Minderheit unterstützt höhere Pflegebeiträge

Donnerstag, 4. Oktober 2018

/andyller, stockadobecom

Berlin – Nur eine Minderheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge zu höheren Beiträgen für die Pflegeversicherung bereit. Lediglich 34 Prozent der Bundesbürger im erwerbsfähigen Alter unterstützen eine Anhebung der Pflegebeiträge, berichtet das Handelsblatt. Dagegen wollen 46 Prozent nicht mehr von ihrem Lohn für den erhöhten Pflegeaufwand des Staates abgeben. Ein Fünftel der Befragten war demnach unentschieden.

Laut der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid sinkt die Akzeptanz für höhere Beiträge mit dem Alter. Während sich 40 Prozent der unter 35-Jährigen zu höheren Abgaben bereit erklärten, lag dieser Wert bei den Befragten zwischen 55 und 65 Jahren bei 30 Prozent. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) in dieser Altersgruppe lehnte höhere Beiträge ab.

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In der Umfrage gab laut Handelsblatt eine Mehrheit (55 Prozent) an, noch nicht darüber nachgedacht zu haben, was passiert, sollten sie in Zukunft selbst auf Pflege angewiesen sein. Als Gründe werden genannt, sich nicht mit dem Thema auseinan­dersetzen zu wollen oder sich noch zu jung zu fühlen. Kantar Emnid befragte im August 1.000 Deutsche zwischen 18 und 65 Jahren.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will die Beiträge zur Pflegeversicherung zum 1. Januar 2019 um 0,5 Prozentpunkte anheben. Ab dem 1. Januar 2019 liegt der Beitragssatz damit bei 3,05 Prozent des Bruttolohns, für Kinderlose bei 3,3 Prozent.

Spahn erhofft sich laut Handelsblatt Mehreinnahmen in Höhe von rund 7,6 Milliarden Euro jährlich. Als Grund für den Finanzbedarf führt der Minister die teurer als gedacht ausgefallene Pflegereform der vergangenen Legislatur an. Zudem braucht er Geld, um die für diese Wahlperiode geplanten Maßnahmen in der Pflege zu finanzieren. Dabei geht es vor allem darum, den Pflegeberuf angesichts des Fachkräftemangels attraktiver zu machen. © afp/aerzteblatt.de

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Al_Bert
am Freitag, 5. Oktober 2018, 12:13

Kostensteigerung ohne Ende bei den Sozialabgaben

es war nur eine Frage der Zeit, wann bei den Sozialabgaben eine Erhöhung kommt. Immer mehr und höhere versicherungsfremde Leistungen wollen bezahlt werden, ohne das die Zahler mehr werden.

WENN politisch gewollt ist, das zb mehr Pflegekräfte eingestellt werden sollen und besser bezahlt (was beides sinnvoll ist), DANN muss meines Erachtens nach die Finanzierung auf breitere Füße gestellt werden, sprich es müsste aus dem Steueraufkommen gezahlt werden. Gleiches gilt analog für die Pflegekasse wie für die Rentenkasse.
LNS

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