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Politik

Experten raten zur Grippeimpfung ab Oktober

Freitag, 5. Oktober 2018

/dpa

Berlin/Koblenz – Um in der anstehenden Grippesaison gegen die Erreger gewappnet zu sein, empfehlen Fachleute schon im Herbst eine Impfung. Denn nach einer Impfung könne es noch bis zu zwei Wochen dauern, bis der Schutz vollständig aufgebaut sei, heißt es beim Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin. Daher sei es ratsam, sich schon von Oktober an impfen zu lassen. In der kommenden Grippesaison müssen die Kranken­kassen erstmals einen Vierfachimpfstoff zahlen.

Dieser deckt laut RKI im Vergleich zu dem bislang oft verwendeten Dreifachimpfstoff ein größeres Erregerspektrum ab. Die beiden häufigsten Virentypen hätten jeweils zwei Untergruppen, die nun alle mit dem Vierfachimpfstoff abgedeckt würden. „Das ist jetzt nicht das Allheilmittel“, sagte eine RKI-Sprecherin. Es sei aber eine höhere Chance als bisher, keine Grippe zu bekommen.

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Die Influenza wird vor allem Risikogruppen wie Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren und chronisch Kranken empfohlen. Auch für medizinisches Personal und Betreuer von Pflegebedürftigen sei die Impfung ratsam. Wer direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln hat, sollte sich den Fachleuten zufolge ebenfalls impfen lassen. Das schütze zwar nicht gegen die Vogelgrippe, beuge aber einer problematischen Doppelinfektion vor.

© dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #651792
kjgraebe
am Freitag, 5. Oktober 2018, 20:59

Influenza-Impfung

Alle Experten scheinen sich einig zu sein, dass eine Influenza-Impfung für die sog. Risiko-Gruppen sinnvoll ist, aber eigentlich auch für jeden anderen, jedenfalls hört und liest man allerorten Aufrufe wie: "Lassen Sie sich impfen..., Der beste Schutz ist die Impfung...". Warum ist die StiKo dann nicht so konsequent und empfiehlt die Impfung auch "offiziell" für jedermann? Natürlich zu Lasten der Krankenkassen! Jedes Jahr wird wieder die Grippewelle des Vorjahres bemüht, die vielen Toten, der hohe Krankenstand, der volkswirtschaftliche Schaden u.v.m. Aber die Konsequenz, die Impfung viel intensiver zu "bewerben" und niederschwellige Angebote wie Impfungen in öffentlichen Einrichtungen, der "Impfarzt, der in Schulen, Kindergärten und Betriebe geht", "Impfmobile auf Marktplätzen" etc. zu schaffen, wird nicht gezogen.
Ansätze wie die der AOK Rheinland und anderer GKV, Impfungen für jedermann zu finanzieren, sind lobenswert; allerdings ist der logistische Aufwand, in diesen Fällen den Impfstoff auf den Namen des Patienten rezeptieren zu müssen und nicht dem Sprechstundenbedarf entnehmen zu können, sicherlich ein Hemmschuh für viele Praxen.
"Kinder sind das Feuer der Grippewelle!" Wenn es gelänge , wenigstens einen Großteil der Kinder im Kindergartenalter zu impfen, würde das auch den Erwachsenen den "Risikogruppen" zugute kommen!
Avatar #734446
Martin Schühle
am Freitag, 5. Oktober 2018, 19:43

Grippeschutzimpfung

Was soll das, Risikogruppe ab 60 Jahre?
LNS

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