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Politik

Bayern investiert in neues Ausbildungsprogramm für künftige Landärzte

Freitag, 5. Oktober 2018

/dpa

München – Seit Anfang Oktober fördert das bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Nordbayern ein neues Ausbildungsprogramm für künftige Landärzte. Insgesamt investiert das Ministerium in das Projekt „Beste Landpartie Allgemeinmedizin“ (BeLA) in den nächsten vier Jahren rund 2,3 Millionen Euro, um noch mehr junge Mediziner für die Arbeit auf dem Land zu gewinnen.

„Mit ‚BeLA Nordbayern’ wollen wir für junge Mediziner eine Brücke bauen für ihren Weg aus der Universität in die Landarztpraxis“, sagte Landesgesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). BeLA ist ein Forschungs- und Lehrprojekt der Technischen Universität München (TUM) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und war im Juli 2018 zunächst an den südbayerischen Standorten Mühldorf am Inn und Eichstätt/Kösching gestartet.

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Im Rahmen des Programms erhalten Studierende ein monatliches Stipendium in Höhe von 600 Euro, wenn sie sich im Gegenzug dazu verpflichten, nach Abschluss des Studiums ihre Facharztweiter­bildung für Allgemeinmedizin im Weiterbildungsverbund der Region zu absolvieren, in der die studentische Ausbildung erfolgt ist.

Intensive Betreuung von Medizinstudierenden

„Das Programm zeichnet sich durch eine intensive Betreuung der Medizinstudierenden in den Lehrkrankenhäusern und Hausarztpraxen aus sowie durch zusätzliche Angebote zur Einbindung in die Region wie etwa Wohnungsangebote, Projektarbeit oder Notdienstwochenenden, praxisnahe zusätzliche Ausbildungsinhalte und eine intensive Betreuung durch Mentoren“, erklärte Huml. Ziel sei es, den angehenden Ärzten während des gesamten Studiums eine enge Beziehung zum Fach Allgemeinmedizin und zu ländlichen Regionen zu vermitteln.

© hil/sb/aerzteblatt.de

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fjmvw
am Sonntag, 7. Oktober 2018, 16:28

Maßnahme ohne Hirn und Verstand

Wer sich an Studierende wendet, wird eine Ernte - sprich den fertig ausgebildeten Arzt - in frühestens 6 Jahren einfahren können. Ist das Problem des Landarztmangels so klein, dass man sich so viel Zeit lassen kann?

Solange es ein sehr großer Anteil der Ärzte mit Staatexamen oder gar mit fertiger Facharztausbildung vorzieht, sich nicht niederzulassen sondern "das Weite zu suchen", doktert die Politik mit ihren Maßnahmen am falschen Symptom rum. Die Frage ist "warum lassen sich die Ärzte nicht nieder sondern ergreifen die Flucht". Wer die Antwort auf diese Frage kennt, wird auch geeignete Maßnahmen ergreifen können, den Ärztemangel nachhaltig zu beseitigen.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die Antwort recht einfach: Bezahlt die Niedergelassenen angemessen, dann habt ihr auch genügend Landärzte. Bezahlt ihr sie weiterhin unzureichen, wird sich der Ärztemangel weiter verschärfen. Daran werden auch noch so viele Förderprogramme nichts ändern.
LNS

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