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Politik

Defizite bei der Handhygiene aufgedeckt

Freitag, 5. Oktober 2018

/Racle Fotodesign, stockadobecom

Köln – Beim Thema Händehygiene haben viele Menschen in Deutschland nach wie vor Wissenslücken. Das geht aus einer bundesweiten Befragung hervor, die die Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Welthände­waschtages am 15. Oktober veröffentlicht hat.

Demnach gaben zwar 96 Prozent der Befragten an, sich nach dem Besuch der Toilette immer oder fast immer die Hände zu waschen. Lediglich die Hälfte der Befragten wäscht hingegen die Hände, wenn sie von draußen nach Hause kommt oder wenn sie Tiere gestreichelt hat. Nach dem Naseputzen beziehungsweise Husten ist das Händewaschen sogar nur unter einem Drittel der Befragten verbreitet. Als häufigste Gründe dafür nannten die Befragten Vergessen und das Gefühl, dass es dazu keine Notwendigkeit gebe.

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Der Erhebung zufolge sind nahezu alle Befragten der Meinung, dass Händewaschen wahrscheinlich oder auf jeden Fall hilft, die Übertragung von Infektionskrankheiten zu verhindern. Dabei berücksichtigt die Hälfte die empfohlene Dauer für das Händewaschen von mindestens 20 Sekunden. Bezüglich der Häufigkeit des Händewaschens gab rund ein Fünftel an, dies maximal fünfmal am Tag zu tun.

Die Nutzung von Waschsubstanzen oder Seife ist nahezu durchgängig verbreitet. „Erfreulich ist, dass der Anteil derjenigen, die beim Einseifen der Hände die empfohlene Dauer von mindestens 20 Sekunden einhalten, in den vergangenen drei Jahren von 38 auf 51 Prozent gestiegen ist“, sagte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. © hil/sb/aerzteblatt.de

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