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Politik

Sozialkassen profitieren von Zuwanderung

Montag, 8. Oktober 2018

/dpa

Berlin – Die Sozialkassen profitieren laut einem Medienbericht massiv von der Zuwanderung nach Deutschland. In der Rentenversicherung erreichte nach einem Bericht der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) die Zahl der Versicherten mit ausländischer Staatsangehörigkeit einen neuen Höchststand. Ähnlich ist die Lage demnach bei den Krankenkassen.

Unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) hieß es, Ende 2016 habe es rund 5,46 Millionen ausländische Rentenversicherte gegeben. 2015 waren es noch 4,88 Millionen und 2006 3,16 Millionen. Daten für das Jahr 2017 gibt es demnach noch nicht. Die meisten ausländischen Rentenversicherten waren dem Bericht zufolge 2016 Türken (988.000) und Polen (459.000).

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Von den ausländischen Versicherten mit EU-Staatsbürgerschaften zahlten den DRV-Angaben zufolge mehr als 90 Prozent Beiträge. „Ausländische Versicherte mit EU-Staatsangehörigkeit tragen damit in gleichem Maße zur Finanzierung der Renten­versicherung bei wie deutsche Staatsangehörige. Dies wirkt sich positiv auf die Einnahmesituation in der gesetzlichen Rentenversicherung aus“, zitierten die RND-Zeitungen einen Sprecher der Rentenversicherung.

Auch die Krankenkassen sehen sich dem Bericht zufolge durch Zuwanderung entlastet. „Die innereuropäische Arbeitsmigration, aber auch die Zuwanderung aus dem nichteuropäischen Ausland tragen zu der aktuellen guten finanziellen Situation der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung bei“, sagte Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV), den RND-Zeitungen.

Dies liege zum einen am Zuzug vorwiegend junger Menschen, die tendenziell geringere Gesundheitsausgaben verursachten, sagte Pfeiffer demnach weiter. Dies bremse den steigenden Altersdurchschnitt der Versicherten insgesamt. Zum anderen nehme die Anzahl der Migranten mit regulärem Job zu.

Pfeiffer sagte, die sozial­ver­sicherungs­pflichtige Beschäftigung von Menschen aus nichteuropäischen Ländern wie Syrien oder dem Irak sei im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 84.000 Menschen auf nunmehr 226.000 angestiegen. Gleichzeitig habe sich die Anzahl der sozial­ver­sicherungs­pflichtig Beschäftigten aus EU-Staaten um 152.000 auf 1.260.000 erhöht. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #103604
sidoad
am Freitag, 12. Oktober 2018, 10:09

Sie kosten, aber sie zahlen nicht ein. Ausnahmen bestimmen die Regel.

schlicht weg Verdummung. Wo und was wurde da angeblich eruiert?
Avatar #99167
webmax
am Montag, 8. Oktober 2018, 19:38

Ein Witz!

Die Beiträge fur diese Herrschaften wrrden ja vom Staat bezahlt!
Eine echte m
Milchmädchenrechnung also.
LNS

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