NewsPolitikBayern plant einheitlichen Notruf für akute psychische Krisen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bayern plant einheitlichen Notruf für akute psychische Krisen

Mittwoch, 10. Oktober 2018

/pololia, stockadobecom

München – Ab 2020 sollen Menschen in Bayern in einer akuten psychischen Notlage über eine einheitliche Rufnummer Beratung und Hilfe finden. „Damit schaffen wir ein einmaliges Hilfsangebot, das es bislang so in keinem anderen Flächenland in Deutschland gibt“, kündigte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) heute in München an.

Bei Bedarf würden mobile Fachkräfte des Krisendienstes zu den Betroffenen entsandt. Für den Betrieb von sieben Leitstellen stelle der Freistaat jährlich bis zu acht Millionen Euro bereit.

Anzeige

Nach Behördenangaben leiden in Bayern rund 2,8 Millionen Erwachsene bis zum Alter von 79 Jahren im Laufe eines Jahres unter einer klinisch relevanten psychischen Störung. Darunter seien rund eine Million Fälle von Depression. Für die Betroffenen sei es wichtig, sich rechtzeitig professionelle Hilfe zu holen, betonte die Ministerin. In den Ausbau und die Modernisierung der akutpsychiatrischen Behandlung habe der Freistaat in den vergangenen Jahren fast zwei Milliarden Euro investiert.

Huml mahnte zugleich mehr Offenheit im Umgang mit psychisch kranken Menschen an. „Eine psychische Störung darf kein Tabu sein. Denn es ist wichtig, dass sich Betroffene rechtzeitig professionelle Hilfe holen“, sagte sie heute anlässlich des „Welttages der seelischen Gesundheit“. © kna/dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. Dezember 2018
Berlin – Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband (DHPV) wendet sich gegen Bestrebungen, die Diagnose „Anhaltende Trauerstörung“ in die internationale Klassifizierung der Krankheiten (ICD)
Hospizverband warnt vor Einstufung von Trauer als Krankheit
7. Dezember 2018
Aarhus – Kinder und Jugendliche, die wegen schwerer Infektionen im Krankenhaus behandelt wurden, erkrankten in einer bevölkerungsweiten Kohortenstudie aus Dänemark in JAMA Psychiatry (2018; doi:
Infektionen könnten bei Kindern das Risiko auf psychische Erkrankungen erhöhen
4. Dezember 2018
München – Zehn Jahre nachdem erste Betriebe eine Sprechstunde zur psychischen Gesundheit eingerichtet haben, hat sich dieses Versorgungsangebot laut der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und
Sprechstunden zur psychischen Gesundheit im Betrieb bewähren sich
3. Dezember 2018
Leipzig – Rund ums Thema Depression können sich Betroffene und Angehörige jetzt auf einer interaktiven Webseite austauschen. Ziel sei es, einen offenen Umgang mit Depression zu fördern und so
Plattform für Erfahrungsaustausch über Depressionen
22. November 2018
Bristol – Kinder und Jugendliche, die körperlichen und seelischen Misshandlungen, Mobbing, sexuellem Missbrauch, häuslicher Gewalt oder emotionaler Vernachlässigung ausgesetzt waren, berichteten in
Traumatische Erlebnisse in der Kindheit erhöhen Psychoserisiko
22. November 2018
Paris – Die ökonomischen Kosten psychischer Erkrankungen belaufen sich für alle 28 Staaten der Europäischen Union (EU) derzeit auf rund 600 Milliarden Euro pro Jahr. Das zeigt ein gemeinsamer Bericht
Milliardenkosten durch psychische Erkrankungen
21. November 2018
Berlin – Der Versorgungsatlas des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat gestern bei der Fachtagung „Psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen in der ambulanten
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER