NewsAuslandWeltbank: Länder müssen mehr in Bildung und Gesundheit investieren
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Weltbank: Länder müssen mehr in Bildung und Gesundheit investieren

Donnerstag, 11. Oktober 2018

/adiruch na chiangmai, stockadobecom

Nusa Dua – Mehr als die Hälfte aller Kinder auf der Welt wird nicht ihre vollen Möglichkeiten ausschöpfen können, weil die Regierungen ihrer Heimatländer nicht genügend in Bildung und Gesundheit investieren. Das ist das Ergebnis des ersten Human Capital Index, den die Weltbank heute beim Jahrestreffen der Organisation und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Nusa Dua (Indonesien) vorstellte.

Untersucht wurden 157 Länder der Welt. Deutschland landete auf Platz elf. Den Index führen Singapur, Südkorea, Japan und Hongkong an. Der Ansatz, in Entwicklungs­ländern zunächst für die Infrastruktur Geld auszugeben, um dann mit besserer Finanzausstattung in Bildung zu investieren, sei falsch, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. Es müsse ein Umdenken stattfinden.

Anzeige

Auf den hinteren Plätzen landeten vor allem die Länder des südlichen Afrikas. Im Gegensatz zu anderen Entwicklungsländern ist dort der Weg aus der extremen Armut steiniger. Während etwa das Gastgeberland des Weltbanktreffens, Indonesien, sein durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen seit dem Jahr 2000 auf rund 3.000 Dollar fast vervierfacht habe, kämen viele Länder Afrikas kaum voran, sagte der Weltbank-Präsident Jim Yong Kim heute. „Viele afrikanische Länder sind im roten Bereich“, sagte Kim. „Dies ist eine laute und eine starke Botschaft in Richtung Afrika.“

Der Index misst, wieviel Prozent des optimalmöglichen Wohlstandspotenzials bezogen auf des Bruttoinlandsprodukt von den jeweiligen Ländern ausgeschöpft werden. Mexiko, auf Platz 64 des Index, schöpft etwa nur 61 Prozent des Potenzials seiner Kinder aus. Ein Kind das heute in Afghanistan geboren wird, kann wegen mangelnder Bildung und Gesundheitsvorsorge nur 39 Prozent seines Potenzials ausschöpfen. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

12. September 2018
London - Die Lebenserwartung der Menschen in Europa steigt, aber der wachsende Trend zu Übergewicht – aber auch Alkohol und Tabaksucht – könnte die Entwicklung umkehren. Das ist das Ergebnis einer
Übergewicht, Alkohol und Tabak bedrohen die steigende Lebenserwartung in Europa
15. Juni 2018
Lissabon – Auf die steigende Bedeutung neurologischer Krankheitsbilder hat die European Acadamy of Neurology (EAN) zum Auftakt ihres Jahreskongresses in Lissabon hingewiesen. „Neurologische
Immer mehr Behinderungen und Todesfälle durch neurologische Erkrankungen
28. November 2017
Berlin – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist mit Erwartungen, aber auch Befürchtungen verknüpft. Während gut 40 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie davon ausgehen, dass die
Digitale Gesundheit: Versicherte wollen nicht alle Angebote nutzen
17. Mai 2017
Genf – Wo ist die Luft am schlechtesten, wer trinkt am meisten, wie problematisch ist Malaria? Antworten gibt die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) in ihrem Statistischen Jahrbuch, das heute
Deutschland bei Alkoholkonsum in Spitzengruppe
27. Januar 2017
Hamburg – Die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen haben nach Angaben der DAK-Gesundheit einen neuen Höchststand erreicht. Die Kasse registrierte im vergangenen Jahr rund 246 Ausfalltage je hundert
Psychische Erkrankungen: Fehltage erreichen Höchststand
1. Dezember 2016
Stuttgart – Selbst Berufsstarter plagen sich laut einer Gesundheitsstudie schon häufig mit typischen Volkskrankheiten herum. Mehr als jeder dritte der 16- bis 30-Jährigen leidet schon unter
Gesundheitsstudie: Lernen von „Generation Z“
29. November 2016
Berlin – Die Grippewelle 2015 hat ihre Spuren im Gesundheitsbericht der Betriebskrankenkassen (BKK) hinterlassen, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Atemwegserkrankungen sind wieder auf Platz zwei
LNS
NEWSLETTER