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Politik

Spahn will Entscheidung über neue Organspenderegelung bis Mitte 2019

Donnerstag, 11. Oktober 2018

/dpa

Passau – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will bis zum nächsten Sommer die mögliche Neuregelung der Organspende einleiten. „Wir sollten bis Mitte des nächsten Jahres eine Entscheidung getroffen haben“, sagte er der Passauer Neuen Presse. Gemeinsam mit anderen Abgeordneten werde er als Parlamentarier einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf erarbeiten.

Spahn möchte eine doppelte Widerspruchslösung einführen. Diese sieht vor, dass einem hirntoten Menschen Organe entnommen werden können, wenn er oder seine Hinterbliebenen sich nicht ausdrücklich dagegen gewandt haben. Bislang ist die Organspende nur bei ausdrücklicher Einwilligung möglich.

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Der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter sagte der Zeitung, er wünsche sich „eine breite und sachliche Debatte“. Dabei müssten auch die Gegenargumente auf den Tisch kommen. „Denn die Widerspruchslösung ist ein Eingriff in die persönliche Freiheit. Aber ich bin davon überzeugt, der ist notwendig“, sagte Spahn.

Er habe Verständnis dafür, wenn es in der Bevölkerung Unbehagen mit seinem Vorschlag gebe – immerhin gehe es um das Sterben und um den Tod. Wenn allerdings „10.000 Menschen hoffen und warten und die Chance da wäre, Leben zu retten, zu verlängern, darf uns das nicht gleichgültig sein“, mahnte Spahn. © afp/aerzteblatt.de

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