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Politik

FDP will Budgetierung abschaffen

Donnerstag, 11. Oktober 2018

/arrowsmith2, stock.adobe.com

Berlin – Die ärztliche Behandlung muss wieder vollständig vergütet werden, die Budgetierung gehört abgeschafft. Das fordert die FDP-Bundestagsfraktion in einem Antrag. Als Grund nennt die FDP den bereits in einigen ländlichen Regionen vorhandenen Mangel an Haus- und Fachärzten sowie den Nachwuchsmangel, weil junge Ärzte die Risiken einer Niederlassung scheuten.

Die FDP weist in ihrem Antrag darauf hin, dass die ärztliche Behandlung seit Einführung der Budgetierung nicht mehr vollständig bezahlt wird. Das führe dazu, dass bundesweit rund sechs Prozent der hausärztlichen Leistungen und rund 15 Prozent der fachärztlichen Leistungen nicht vergütet würden.

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Darüber hinaus werde insbesondere zum Quartalsende in Arztpraxen spürbar, dass weniger Termine für Routineuntersuchungen vergeben und weniger Verordnungen ausgestellt würden. Die Patienten würden auf das nächste Quartal vertröstet, heißt es.

Die Budgetierung sollte daher schrittweise aufgehoben werden. Zunächst müsse dies für die grundversorgenden Haus- und Fachärzte gelten. Bürokratie und Berichts­pflichten müssten außerdem reduziert werden. „Wer sich als Arzt aber intensiv um die Patienten kümmere, dürfe dafür nicht bestraft werden“, so die Partei. © may/hib/aerzteblatt.de

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Avatar #717145
Tom Hofmann
am Montag, 22. Oktober 2018, 15:06

Sparen bei Blutwerten

Ja gehts noch? neulich bei der Blutuntersuchung waren nur sehr wenige Werte angeordnet.
Und das, obwohl es einige Werte gab , auch Leber, die einer genauen Verlaufskontrolle unterliegen.
Sagte die neue Ärztin, ja, sie weiss.., aber das Budget / Budgetierung verbiete derzeit große Aktionen bei Ihr. Offensichtlich war das Budget ausgereizt
Avatar #88767
fjmvw
am Samstag, 13. Oktober 2018, 07:58

FDP - als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet

Man darf der FDP bescheinigen, dass sie höchstens die Hälfte des Problems verstanden hat. Natürlich ist die Budgetierung ein Problem, weil sie automatisch zu unzureichender Bezahlung führt. Aber selbst wenn alle Leistungen "unbudgetiert" bezahlt werden würden, wäre das Problem noch lange nicht gelöst. Denn wer will schon als Frauenarzt für 12,50€ eine Patientin mit der Diagnose Brustkrebs ein ganzes Quartal behandeln? Da hilft es nicht, dass die Fallzahlgrenze von 1200 aufgehoben wird und der Arzt auch 1600 Patienten behandeln könnte.

Ein Honorar von 12,50€ ist völlig indiskutabel. Ohne angemessene Honrorare wird sich der Mangel an Nachwuchsärzten weiter verstärken.

LNS

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