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TU München gründet Labor zur Magenkrebsforschung in Peking

Montag, 15. Oktober 2018

/dpa

München – Die Technische Universität München (TUM) hat gemeinsam mit der Peking Universität ein Labor für die Magenkrebsforschung gegründet. Das neue „Joint Key Laboratory“ für Karzinome des oberen Verdauungstraktes setzt eine bereits zehnjährige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern der beiden Hochschulen fort. Die Forscher haben in dieser Zeit den Magenkrebs in der Region Linqu County im Nordosten Chinas untersucht, wo er außergewöhnlich häufig auftritt.

Als einer der größten Risikofaktoren für den Krebs gilt die Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori, das den Magen besiedelt. Mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung ist mit dem Erreger infiziert, allerdings entwickelt nur ein Bruchteil davon Magenkrebs oder seine Vorstufen. „Wir entdecken den Krebs viel zu spät. Wir brauchen bessere Diagnosemöglichkeiten und sogenannte Biomarker. Dann können wir die Infektion behandeln, bevor Krebs entsteht“, erläuterte Markus Gerhard vom Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der TUM. 

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„Die Technische Universität München ist mit ihrer Expertise, ihren weltweit führenden Wissenschaftlern und ihren Erfolgen in der Magenkrebsforschung ein idealer Partner für das Peking University Health Science Center. Wir glauben, dass wir durch diese Zusammenarbeit mehr erreichen können als alleine und sind fest davon überzeugt, dass die Gesundheit der Menschen in beiden Ländern und hoffentlich auch im Rest der Welt von dieser Partnerschaft profitiert“, sagte Zhan Qimin, Präsident des Health Science Center der Peking Universität und Executive Vice President der Peking Universität.

Ein Ziel der Zusammenarbeit ist, Studien mit großen Patientenzahlen zu initiieren, wozu sich die Region Linqu County eignet. Als erstes wissenschaftliches Großprojekt haben sich die Partner eine klinische Studie mit rund 20.000 Teilnehmern über zehn Jahre vorgenommen. Darin sollen Helicobacter-pylori-infizierte Personen endoskopisch überwacht werden. Aus Vergleichs- und Erkenntnisgründen führt die TUM ergänzende Studien in Regionen mit anderen ethnischen Hintergründen durch. © hil/aerzteblatt.de

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