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Neues Zentrum für seltene Nierenerkrankungen in Berlin

Dienstag, 16. Oktober 2018

/AGPhotography stock.adobe.com

Berlin – Ein neues Zentrum für seltene Nierenerkrankungen (Center for Rare Kidney Diseases, CeRKiD) hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin eröffnet. „Je mehr es uns gelingt, mit modernen Methoden ursächliche Mechanismen aufzuklären, umso mehr können wir unterschiedliche und vielfach seltene Krankheiten voneinander abgrenzen und gezielt behandeln“, erklärte Kai-Uwe Eckardt, Direktor der Medizi­nischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin, bei der Eröffnung am 13. Oktober. Dafür sei es nötig, die Kompetenz von Spezialisten in einem Referenzzentrum zu bündeln.

Laut der Charité haben seltene Erkrankungen in der Nephrologie eine besondere Relevanz. Obwohl eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion häufig ist, gelten die einzelnen Erkrankungen, die zum Nierenversagen führen können, für sich gesehen als selten. Bei etwa jedem zweiten nierenkranken Erwachsenen sei die Krankheitsursache nicht genau geklärt, was eine zielgerichtete Behandlung und die Entwicklung neuer Therapeutika erschwere. 

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„Für die Universitätsmedizin wird die Beschäftigung mit seltenen Nierenerkrankungen zu einem zunehmend wichtigen Aufgabenfeld, in dem spezialisierte Kranken­versorgung und klinische Forschung in besonderer Weise zusammenkommen. Das Berliner Centrum für seltene Erkrankungen an der Charité betreut bislang in erster Linie Kinder. Wir wollen es in den Bereich der Erwachsenenmedizin erweitern und CeRKiD wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten“, sagte Ulrich Frei, ärztlicher Direktor der Charité. © hil/aerzteblatt.de

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