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Politik

Krankenkassen holen 14 Millionen von Abrechnungsbetrügern in der Pflege zurück

Dienstag, 16. Oktober 2018

/dpa

Hamburg – Im Kampf gegen kriminelle Pflegedienste haben die Krankenkassen 14 Millionen Euro von Abrechnungsbetrügern zurückgeholt. Demnach sicherten sie 2016 und 2017 doppelt so viel Geld wie in den zwei Jahren davor, berichtet der Spiegel. Das Magazin beruft sich auf einen internen Berichtsentwurf des GKV-Spitzenverbands für das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG).

Das 55-seitige Papier gibt demnach zugleich einen Einblick in das Ausmaß des Pflegebetrugs in Deutschland. Ein Großteil der Krankenkassen versagt demnach dabei, dem kriminellen Treiben Einhalt zu gebieten und Betrug aufzudecken. Fünf AOKs hätten zusammen 40 Prozent des Betrugsschadens in der ambulanten Pflege in den vergangenen zwei Jahren zurückgeholt, hieß es.

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Die Methoden der Betrüger sind laut Bericht vielfältig. Pflegedienste rechnen Arbeit ab, obwohl Angehörige die Kranken versorgt haben. Es werden angeblich erbrachte Leistungen abgerechnet oder ungelernte Pflegekräfte werden mit gefälschten Zeugnissen als qualifizierte Mitarbeiter ausgegeben. Darüber hinaus wird weniger Pflegepersonal beschäftigt, als die Kasse den Anbietern bezahlt.

Verglichen mit dem tatsächlichen Schaden sei die von den Krankenkassen gesicherte Summe gering, heißt es weiter. Experten schätzen demnach, dass Betrüger allein in der ambulanten Pflege rund zwei Milliarden Euro jährlich erbeuten. © kna/aerzteblatt.de

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