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Millionenförderung für Augenforschung in Dresden

Mittwoch, 17. Oktober 2018

/dpa

Dresden/Bonn – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird im Rahmen des Schwerpunktprogramms (SPP) 2127 „Gen- und zellbasierte Therapien gegen neuroretinale Degeneration“ vier Forschungsgruppen aus Dresden mit mehr als einer Millionen Euro für drei Jahre fördern. 

Das Schwerpunktprogramm vereint 29 Experten aus der Sehforschung und der klinischen Ophthalmologie, um gen- und zellbasierte Therapien zur Behandlung von derzeit unheilbaren Erblindungskrankheiten in einem deutschlandweiten Netzwerk zu entwickeln. Die Forschungsteams sind am Zentrum für Regenerative Therapien Dresden und am Biotechnologiezentrum als Teil des Center for Molecular and Cellular Bioengineering der TU Dresden sowie am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Dresden angesiedelt.

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Die Wissenschaftler werden bei dem Vorhaben unter anderem mit Organoiden der Netzhaut arbeiten, das sind dreidimensonale retinale organähnliche Systeme, die sich für die Forschung zum Beispiel zur Makuladegeneration besser eignen als typische Labortiere. Entwickelt hat die Organoide die Arbeitsgruppe um Mike Karl, Gruppenleiter für Retinale Degeneration und Regeneration am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen.

„Der Schlüssel für zukünftige Therapien ist das Verständnis der pathologischen Prozesse während der Photorezeptordegeneration, einschließlich Gewebeumbau und Narbenbildung. Darüber hinaus stellen diese menschlichen Modellretinas potenzielle präklinische Testsysteme dar, um die Integration von transplantierten Photorezeptoren in menschliches Empfängergewebe zu untersuchen und für zukünftige Therapien zur Wiederherstellung des Sehvermögens durch Zellersatz zu optimieren“, hieß es aus Dresden.

Die Arbeitsgruppe um Marius Ader, Experte für Photorezeptorzelltransplantation, erhält Mittel für ein gemeinsames Forschungsprojekt mit Jochen Guck, um aus 3D-Organoiden genügend menschliche Photorezeptoren zu gewinnen. So sollen hochangereicherte Photorezeptortransplantate für die Zelltransplantation zur Verfügung gestellt und in vorklinischen Modellen getestet werden.

Ein drittes gefördertes Projekt zielt darauf ab, präzise Genome-Veränderungen in Photorezeptoren als möglichen zukünftigen Therapieansatz zu etablieren. Dieses Projekt wird von Volker Busskamp vom Zentrum für Regenerative Therapien Dresden gemeinsam mit Knut Stieger von der Universität Gießen geleitet.

© hil/aerzteblatt.de

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