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Ärzteschaft

Elf zusätzliche niedergelassene Rheumatologen in Hamburg zugelassen

Mittwoch, 17. Oktober 2018

/auremar, stockadobecom

Hamburg – In Hamburg können sich in den kommenden Monaten elf zusätzliche Rheumatologen niederlassen. Der Zulassungsausschuss aus Ärzten und Krankenkassen hat die Versorgungsaufträge für zehn neue rheumatologische Sonderbedarfszulassungen anteilig auf insgesamt elf Personen übertragen. 

Laut der Bedarfsplanungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) gilt die Planungsregion Hamburg zwar als überversorgt, die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hamburg hatte die Zulassung von zusätzlichen rheumatologischen Arztsitzen aber befürwortet, um die Versorgung zu verbessern.

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„Seit längerer Zeit nehmen wir wahr, dass es in der rheumatologischen Versorgung zu Engpässen und längeren Wartezeiten kommt. Mit den zusätzlichen Sitzen erwarten wir diesbezüglich eine Entlastung“, sagte der KV-Vorsitzende Walter Plassmann. Er betonte, diese Entscheidung des Zulassungsausschusses sei ein erneuter Beleg für die Leistungsfähigkeit des ambulanten Systems.

„Wir beweisen nun zum wiederholten Mal, dass die ärztliche Selbstverwaltung in der Lage ist, die Versorgungssituation für die Patienten kontinuierlich weiter zu verbessern und bei Engpässen flexible Lösungen anzubieten“, sagte er. Dirigistische Vorgaben in dieser Richtung seien „völlig unnötig“, so der KV-Chef.

Plassmann wies daraufhin, dass vor dem Besuch beim Rheumatologen eine hausärztliche Konsultation stehen sollte. Ein Laie könne in der Regel nicht entscheiden, ob beispielsweise Gelenkschmerzen einen rheumatologischen Hintergrund hätten oder nicht. „Hier ist eine Vorabklärung durch den Hausarzt zwingend geboten“, so der KV-Vorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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fjmvw
am Mittwoch, 17. Oktober 2018, 17:40

KVHH und Kassen schießen sich ins eigene Knie !

Erst bestätigen Minister Spahn (mit dem TSVG soll für bestimmte Fachgruppen die Bedarfsplanung ausgesetzt werden, um mehr Ärzte in die Niederlassung zu bekommen) und der GBA-Vorsitzende Hecken (Abbau der Überversorgung mit allen Mitteln), dass die derzeitige Bedarfsplanung A völlig untauglich ist (Spahn) bzw. B so gut ist, dass man sie B exekutieren muss.

Jetzt bestätigt Hamburg, dass gem. Bedarfsplanung bei Rheumatologen eine Überversorgung vorliegt - ABER es gibt trotzdem so wenige, dass man jetzt zusätzliche Sitze genehmigt hat. Wenn eine Bedarfsplanung so beschissen ist, dass sie mit der Realität nicht übereinstimmt, siehe Spahn und jetzt für Hamburg die KV und die Kassen, dann sollte man sie entsorgen.

Was macht der GBA zeitgleich: Er will eine nach Bedarfsplaung, deren Unzulänglichkeit von unterschiedlichen und zugleich den höchsten Autoritäten quasi amtlich festgestellt wurde, ermittelte Überversorgung trotzdem abbauen, obwohl die Basis für die Feststellung der Unterversorgung mit Volkes Stimme gesagt "für'n Arsch" ist.

LNS

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