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Ärzteschaft

Herbert-Lewin-Preis für 2019 ausgeschrieben

Donnerstag, 1. November 2018

/dpa

Berlin – Auch im kommenden Jahr prämiert der Herbert-Lewin-Preis Forschungsarbeiten zur Geschichte von Ärzten und Zahnärzten in der Zeit des Nationalsozialismus. Die nunmehr siebte Ausschreibung des Preises tragen das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundes­ärzte­kammer, die Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die Bundeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung.

Ziel des Preises ist die historische Aufarbeitung, aber auch die Erinnerung an engagierte Ärzte und Zahnärzte, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. An der Ausschreibung teilnehmen können Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten, Studierende der Zahn- oder Humanmedizin, an zahn- und humanmedizinischen Fakultäten oder medizinhistorischen Instituten tätige Wissenschaftler und Kooperationen oder Gemeinschaften von Ärzten, Zahnärzten oder Psychotherapeuten.

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Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Er kann auf mehrere verschiedene Arbeiten aufgeteilt werden. Die Bewertung der eingereichten Arbeiten und die Ermittlung der Preisträger übernimmt eine unabhängige Jury. Die Arbeiten müssen in deutscher Sprache verfasst sein und können in Papierform oder in elektronischer Form abgegeben werden. Die Jury berücksichtigt nur Arbeiten, die ab Anfang 2014 erstellt oder veröffentlicht wurden.

Einsendeschluss ist der 14. Juni 2019. Die Bewerbungsanschrift lautet: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Abteilung Politik und Grundsatzfragen, Behrenstraße 42, 10117 Berlin, E-Mail: herbert-lewin-preis@kzbv.de.

Herbert Lewin wurde am 1. April 1899 in Schwarzenau geboren. Nach seinem Medizinstudium arbeitete er in der jüdischen Poliklinik in Berlin, ab 1937 bis zu seiner Deportation als Chefarzt im jüdischen Krankenhaus in Köln. Nach seiner Befreiung nahm er seine Arzttätigkeit wieder auf. Von 1963 bis 1969 war er Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. © hil/aerzteblatt.de

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