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Medizin

Big-Data-Analyse kann Komplikationen nach Herzoperation voraussagen

Montag, 22. Oktober 2018

/Damian, stockadobecom

Berlin – Ein System, das Komplikationen nach einer Herzoperation voraussagen kann, noch bevor es zu ersten Symptomen kommt, hat Alexander Meyer entwickelt, Informatiker und Arzt in Weiterbildung am Deutschen Herzzentrum Berlin. Eine Studie zur Bewertung dieser neuen Technik hat jetzt die Fachzeitschrift Lancet Respiratory Medicine veröffentlicht (2018; doi: 10.1016/S2213-2600(18)30300-X). 

Bei dem System geht es um die intensivmedizinische Nachbehandlung von Patienten, die am Herzen operiert wurden. Hier gibt es eine Reihe bekannter postoperativer Komplikationen, die umso besser behandelt werden können, je früher sie erkannt werden.

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Das von der Arbeitsgruppe um Meyer entwickelte Monitoringsystem setzt alle Messwerte des Patienten in Echtzeit in Bezug zueinander und wertet sie hinsichtlich erster Anzeichen drohender Komplikationen aus. Die Basis dazu bilden die Messwerte von mehr als 11.000 intensivmedizinischen Behandlungen am DHZB, mit denen die Wissenschaftler die Künstliche Intelligenz (KI)  gefüttert haben. Das System wird immer besser – denn es lernt anhand immer neuer Messdaten und entsprechender Verläufe. 

Das System läuft am Deutschen Herzzentrum Berlin im Testbetrieb, zunächst ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken. Im Rahmen der Studie bewerten die Forscher jetzt die augenblickliche Vorhersagequalität der KI.

„Stark vereinfacht gesagt zeigen unsere Daten, dass postoperative Komplikationen mit Hilfe der neuen Software tatsächlich früher und zuverlässiger vorausgesagt werden konnten, als es dem Menschen im klinischen Alltag möglich wäre – und dass das System immer besser wird, je mehr es lernt“, erläuterte Meyer.

Ab dem kommenden Jahr könnte das System in Serie gehen. „Wir können und wollen dem Intensivmediziner die Entscheidungen nicht abnehmen. Aber wir wollen ihm dabei helfen, die richtige Entscheidung sehr früh zu treffen – und dem Patienten damit vielleicht das Leben zu retten“, so Meyer. © hil/aerzteblatt.de

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