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Oldenburger Medizinstudiengang auf dem Prüfstand

Montag, 22. Oktober 2018

/dpa

Oldenburg – Der deutsch-niederländische Medizinstudiengang an der Universität Oldenburg kommt auf den Prüfstand. Noch in dieser Woche wird der Wissenschaftsrat das Studienangebot überprüfen. Die Experten seien dafür am Donnerstag und Freitag auf dem Campus, sagte eine Sprecherin der Universität Oldenburg.

Der NDR hatte zuvor über die Evaluierung berichtet. Danach soll der Wissenschaftsrat eine Empfehlung an das Land abgeben, wie die vor sechs Jahren gegründete European Medical School (EMS) verbessert werden kann. Diese wird nach Universitätsangaben voraussichtlich nächsten Sommer vorliegen.

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Die Ergebnisse gilt es nach Angaben von Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) abzuwarten. Den Ausbau des Studiengangs hat er jedoch jetzt schon angekündigt. „Die EMS ist ein grenzüberschreitendes Leuchtturmprojekt, das in dieser Form deutschland- und europaweit einmalig ist“, sagte Thümler. Mit ihrer praxisnahen Ausbildung gehe die EMS neue Wege und leiste Pionierarbeit zur Lösung des aktuell wichtigen Themas des Hausärztemangels.

An der European Medical School sind die Universitäten in Oldenburg und im niederländischen Groningen gemeinsam beteiligt. Die Studierenden können neben dem Staatsexamen auch einen Bachelor und Master in Medizin machen. Das Ministerium plant die bestehenden 40 Studienplätzen schrittweise um 140 aufzustocken. Die EMS soll dann jährlich 50 Millionen Euro bekommen. Bisher erhält sie im Jahr rund 17 Millionen Euro.

Auch die Medizinstudiengänge in Hannover und Göttingen sollen ausgebaut werden, um den Ärztemangel auf dem Land zu bekämpfen. Der Städte- und Gemeindebund hält das jedoch nicht für ausreichend. Er fordert eine Landarztquote: Ein Teil der Studienplätze soll an Bewerber gehen, die nach dem Abschluss einige Jahre auf dem Land arbeiten werden.

Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates sollten auch helfen, den Oldenburger Studiengang so weiterzuentwickeln, dass er bundesweit konkurrenzfähig sei, betonte Thümler. Dazu müsse auch die Uni beitragen. Neben dem Wissenschaftsrat will auch der Landesrechnungshof die EMS unter die Lupe nehmen. Dies sei bei einer so großen Investition von Landesmitteln nachvollziehbar, sagte eine Uni-Sprecherin. Die Universität sei auf beide Überprüfungen gut vorbereitet – und zweifle nicht an einem Fortbestand des Studiengangs. © dpa/aerzteblatt.de

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