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Politik

Konnektorlösung für Krankenhäuser verfügbar

Montag, 22. Oktober 2018

/dpa

Bensheim – Anfang September hatten sich GKV-Spitzenverband und Deutsche Krankenhausgesellschaft zwar auf eine Finanzierungsvereinbarung für die Ausstattungs- und Betriebskosten im Rahmen der Einführung und des Betriebs der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) gemäß E-Health-Gesetz ab Oktober 2018 geeinigt.

Gleichzeitig waren zu dem Zeitpunkt aber noch keine zugelassenen E-Health-Konnektoren für Krankenhäuser verfügbar, sodass größere medizinische Einrichtungen sich noch nicht an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) anbinden konnten. Es gab lediglich Konnektoren, bei denen jeweils nur ein Mandant beziehungsweise ein Sitz der Kassenärztlichen Vereinigung mit den entsprechenden Kartenlesegeräten an die TI angeschlossen werden kann.

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Jetzt haben der IT-Dienstleister Concat AG und die akquinet AG eine Konnektorfarm-Lösung vorgestellt, bei der mehrere Konnektoren in einem Serverschrank installiert und über eine Monitoringsoftware verwaltet werden. Die Software ist von der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) auf Konformität geprüft und für die Konnektorüberwachung als geeignet bestätigt worden.

Die Konnektoren werden dabei nicht beim Arzt oder in der Ambulanz aufgestellt, sondern in einem Rechenzentrum. Das Krankenhaus lässt sich die Infrastruktur als Servicepaket von dem Rechenzentrumsbetreiber akquinet liefern. Fällt ein Konnektor oder ein Kartenlesegerät aus, kann die Technik unaufwendig ausgetauscht werden.

Die Sicherheit und Verfügbarkeit der Daten sollen dadurch laut Anbieter deutlich höher sein als beim Aufstellen innerhalb des Krankenhauses. Zudem lasse sich die System­landschaft bei Bedarf flexibel erweitern, etwa im Hinblick auf die Übermittlung elektronischer Arztbriefe und weitere Änderungen im Bereich der Telematik und IT, heißt es.

Im Rahmen des Dienstleistungspakets liefert Concat den von der gematik zuge­lassenen und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierten Konnektor (KoCoBox MED+) sowie die zertifizierten Kartenterminals (Ingenico ORGA 6141 online, Cherry eGK-Tastatur G87-1505).

Akquinet als Vertragspartner der Krankenhäuser übernimmt die Installation einschließlich der Einrichtung der sicheren VPN-Verbindung und der Anbindung des Konnektors an das Primärsystem sowie die Wartungs- und Serviceleistungen. Die Konnektorfarm steht dabei in einem TÜV-zertifizierten und BSI-geprüften deutschen Rechenzentren des Unternehmens.

Auch für Krankenhäuser dürfte sich das Angebot an Komponenten für die TI-Anbindung in nächster Zeit verbessern. So hat Arvato Systems kürzlich die Zulassung für den VPN-Zugangsdienst erhalten. Zudem hat das Unternehmen angekündigt, dass in wenigen Wochen auch der darauf abgestimmte Konnektor der secunet AG verfügbar sein soll.

Das Angebot, das Arvato zusammen mit seinen Partnern secunet und eHealthExperts entwickelt, richtet sich nach Angaben des Unternehmens vor allem an Großkunden, das heißt Betreiber von Praxissoftware, IT-Dienstleister und Krankenhäuser. © KBr/aerzteblatt.de

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